Weitere Fördermillionen für Breitband in BaWü

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"Die Corona-Pandemie zeigt uns immer mehr, wie wichtig eine belastbare und zukunftsfähige Breitbandinfrastruktur für alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens ist", so Digitalminister Thomas Stroble im Rahmen der Videokonferenz anlässlich der Förderbescheid-Übergabe. (Foto: Innenministerium/Baden-Württemberg)

Erneut hat Digitalisierungsminister Thomas Strobl Förderbescheide für den Breitbandausbau im Ländle überreicht. Im Rahmen der letzten Übergaberunde in dieser Legislaturperiode gehen rund 40 Millionen Euro an 19 Zuwendungsempfänger aus acht Stadt- und Landkreisen in Baden-Württemberg.

Die mit Abstand höchste Summe der insgesamt 25 Förderbescheide fließt an den Zweckverband Breitbandversorgung im Enzkreis, der mit vier Zuwendungsbescheiden knapp 26 Millionen Euro erhält. Die Mittel dienen in erster Linie der Schließung von weißen Flecken in den Kommunen Neuenbürg, Neulingen, Sternenfels und Tiefenbronn. Insgesamt sollen dadurch rund 9.250 Anschlüsse entstehen, davon neun Schulanschlüsse und ein Krankenhausanschluss. Die meisten Förderbescheide in dieser Bewilligungsrunde erhält der Zollernalbkreis, der mit den Geldern aus acht Förderbescheiden auf 53 Kilometern neue Backbone-Trassen errichten will. Das Projekt wird mit rund drei Millionen Euro gefördert. Eine flächendeckende Versorgung mit schnellem Internet sei Voraussetzung für digitale Anwendungen und ganz entscheidend für die weitere Entwicklung des Landes, sagt Baden-Württembergs Digitalminister, Thomas Strobl, im Rahmen der Videokonferenz.  

Mehr als 10.000 neue Breitbandanschlüsse

In dieser Legislaturperiode hat die Landesregierung nach eigenen Angaben mehr als 10.000 neue Breitbandanschlüsse realisiert und weitere weiße Flecken geschlossen. Insgesamt sollen dabei in rund 50 Übergaberunden 2.631 kommunale Breitbandprojekte mit einer Gesamtsumme von 1.167 Milliarden Euro durch das Breitbandförderprogramm des Landes unterstützt worden sein. “Ohne den Einsatz und das Engagement der Kommunen vor Ort wäre der Breitbandausbau nicht möglich”, so Strobl. Insbesondere im ländlichen Raum, wo ein privatwirtschaftlicher Ausbau aufgrund mangelnder Rentabilität nicht stattfinde, hätten die Kommunen entscheidend an der Verbesserung der digitalen Infrastruktur mitgewirkt, sodass sich die Anschlussraten kontinuierliche erhöhen.   

Das dokumentiert auch der Breitbandatlas des Bundes, nach dem sich die Verfügbarkeit von Glasfaseranschlüssen in Baden-Württemberg weiter verbessert hat. So verfügen inzwischen 94,5 Prozent der Haushalte über einen Internetanschluss mit einer Downloadgeschwindigkeit von 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s). Verglichen mit 2015 hat sich die Anschlussrate damit um fast 23 Prozentpunkte verbessert. Noch höher ist der Anstieg bei der Versorgung mit Gigabitgeschwindigkeiten: Zu Beginn der Legislaturperiode hatten 1,4 Prozent der Haushalte einen Gigabit-Anschluss, Ende 2020 waren dies bereits 57,4 Prozent, womit Baden-Württemberg über dem Durchschnitt der Flächenländer in Deutschland liegt.

Eine Übersicht aller Förderbescheid-Empfänger gibt es hier.

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