Baden-Württemberg unterstützt Gambia

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Im afrikanischen Gambia (Foto) sind Polizisten aus Baden-Württemberg unterstützend und beratend aktiv. (Foto: BS/Jurgen, CC BY 2.0, www.flickr.com)

Die baden-württembergische Landespolizei hilft ihren Kolleginnen und Kollegen im afrikanischen Gambia im Rahmen einer Auslandsmission. Ziel ist die Stärkung der inneren Stabilität in dem Land, das das kleinste auf dem afrikanischen Festland ist. In diesem Jahr sind Lehrgänge und ausbildungsbegleitende Ausstattungshilfen vorgesehen.

Bereits seit September 2018 unterhält die baden-württembergische Polizei enge Beziehungen nach Gambia. Schon 2019 fanden erste Schulungen für polizeiliche Lehrkräfte und Ausbildungspersonal statt. Wegen der Corona-Pandemie wurden die Projektaktivitäten zu Beginn des letzten Jahres reduziert und kurzzeitig sogar ausgesetzt. Inzwischen konnte die Arbeit wieder – unter Berücksichtigung strenger Hygienevorschriften – aufgenommen werden. So wurde etwa das Projektbüro in Fajara Mitte letzten Jahres wieder durch einen Polizeibeamten aus Baden-Württemberg besetzt. Außerdem konnten die Ausbildungsmaßnahmen zu Beginn des dritten Quartals 2020 fortgesetzt werden.

Projekt auf fünf Jahre angelegt

Ziel des bilateralen und auf fünf Jahre angelegten Projektes ist die Unterstützung der demokratischen Regierung Gambias in ihrer Reformbestrebung hin zu einer bürgerorientierten und dem Rechtsstaat verpflichteten Polizei. Darüber hinaus soll es dazu dienen, die gambische Polizei bei der Professionalisierung ihrer Aus- und Fortbildung und ihrer bereitschaftspolizeilichen Einsatzeinheiten zu unterstützen.

Für die Arbeit des Projektes stellte das Auswärtige Amt im Jahr 2020 rund 600.000 Euro aus Bundesmitteln zur Verfügung. Mit der Förderung wurden insbesondere die örtliche Polizeischule baulich ertüchtigt sowie Aus- und Fortbildungsmaßnahmen ermöglicht. Zusätzlich konnten Einsatzbekleidung, Computer, Funkgeräte sowie Einsatzkoffer zur Unfallaufnahme- und Spurensicherung finanziert werden.

Innenminister Thomas Strobl (CDU) erklärte dazu: “Die Polizei leistet mit Auslandsmissionen einen aktiven Beitrag zur Friedenssicherung, sie baut so die innere Stabilität in den betreffenden Regionen mit auf und bekämpft Fluchtursachen, wo sie entstehen. Baden-Württemberg bringt sich auch hier als verlässlicher Kooperationspartner und herausragender Repräsentant Deutschlands ein.”

GPPT endet

Unterdessen endet ein anderes polizeiliches Engagement Deutschlands in der Welt. So wird die Bundesrepublik spätestens bis Ende dieses Monats seine am Hindukusch eingesetzten Polizeikräfte abziehen. Sie sind dort im Rahmen des bilateralen Polizeiprojekts “German Police Project Team” (GPPT) stationiert. Hintergrund ist die geplante Beendigung des NATO-Einsatzes bis September dieses Jahres.

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