Meilenstein für die europäische Cyberlage

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Generalmajor Dr. Michael Färber wurde zum Vorsitzenden des Steuerungsgremiums des CIDCC gewählt.(Foto: BS/Bundeswehr/Stefan Uj)

Vergangene Woche erreichte das Cyber and Information Domain Coordination Centre (CIDCC) einen erneuten Meilenstein. CIDCC wurde im November 2019 als europäisches PESCO (Permanent Structured Cooperation) Projekt unter deutscher Koordination etabliert. Die zentrale Aufgabe dieser multinationalen Koordinierungsstelle soll die Erstellung von einheitlich strukturierten Lagebildern des Cyber- und Informationsraumes sein. Zudem soll es die verfügbaren Lageinformationen bewerten und anschließend umfassend in den militärischen Planungs- und Führungsprozess von EU-Operationen und EU-Missionen einbringen.

Am 21. und 22. April fand nun die erste Sitzung des multinationalen Steuerungsgremiums des CIDCC statt. Die Teilnehmenden waren Vertreter des EU-Militärstabs, der Europäischen Verteidigungsagentur, der Agentur der Europäischen Union für Cybersicherheit und Vertreter der aktiv beitragenden Mitgliedsstaaten Frankreichs, der Niederlande, Ungarns und Deutschlands. Bei dieser Sitzung wurde Generalmajor Dr. Michael Färber, Kommandeur des Kommandos Informationstechnik der Bundeswehr, zum Vorsitzenden des Steuerungsgremiums des CIDCC gewählt. Aufgrund der andauernden Pandemie fand das Treffen per Videokonferenz statt.

Generalmajor Dr. Färber verfügt über eine fast beispiellose Karriere im Bereich Führungsunterstützung, Digitalisierung sowie der Koordination und des Aus- und Aufbaus und der Harmonisierung von Informationstechnologien in der Bundeswehr. Diese Expertise und Fähigkeiten soll er nun zur Koordination der europäischen Partner nutzen, so dass im CIDCC zukünftig Informationen aus den drei Bereichen Cyberraum, Elektromagnetisches Umfeld und Informationsumfeld zu integrieren und als eine Dimension gesamtheitlich betrachtet werden können.

Bei dem Treffen wechselte zudem Frankreich vom Beobachterstatus zum aktiven Mitglied. Die ursprünglichen Projektmitglieder waren Deutschland, Tschechien, Spanien, Ungarn und die Niederlande. Das CIDCC-Konzept wurde am 15. Oktober 2020 durch Deutschland, die Niederlande, Spanien und Ungarn gezeichnet. Mit dem jüngsten Beitritt Frankreichs hat CIDCC aktuell folgende Teilnehmer: Deutschland, Frankreich, die Niederlande und Ungarn. Mit einer Erstbefähigung wird Ende 2023 gerechnet.

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