Diesmal virtuell: vfdb-Fachtagung mit 50 Vorträgen

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Auch ein originelles Beisammensein gehört zum Programm der Fachtagung – ebenfalls "online". (Foto: BS/vfdb)

“Schutz, Rettung, Sicherheit – Herausforderungen der neuen Normalität” – unter diesem Motto steht die 67. Jahresfachtagung der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes (vfdb) vom 10. bis 12. Mai 2021. Wegen der Corona-Pandemie findet die Veranstaltung in diesem Jahr ausschließlich online statt. Auf dem Programm stehen rund 50 Vorträge. Zu den Schwerpunkten zählen die jüngsten Erfahrungen aus der aktuellen Krise. Breiten Raum wird auch die Digitalisierung im Bereich der Gefahrenabwehr einnehmen.

Gleich zum Kongress-Auftakt zieht der Leiter des Frankfurter Gesundheitsamts, Prof. Dr. Dr. René Gottschalk, eine Zwischenbilanz zum Thema Corona aus Sicht des öffentlichen Gesundheitswesens. Über die “Medizinethische Perspektive auf die Corona-Krise” spricht anschließend Notfallmediziner Prof. Dr. Leo Latasch, der viele Jahre auch dem Deutschen Ethikrat angehörte. Über “Corona und die Rolle der Politik” referiert der Präsident der Deutsche Hochschule der Polizei und Wissenschaftliche Direktor des Rhein-Ruhr-Instituts für Sozialforschung und Politikberatung, Prof. Dr. Hans-Jürgen Lange.

Die anschließenden Fachsitzungen bieten den Gästen aus Wissenschaft und Industrie, Behörden, Feuerwehren und Rettungsdiensten ein breites Themenspektrum. Dazu gehört die Forschung in der Gefahrenabwehr ebenso wie die “Verwendbarkeit von Holzkonstruktionen in mehrgeschossigen Gebäuden”, die “Simulation der Entfluchtung im Brandfall” und oder das Thema, das in den vergangenen Jahren aufgrund der Klimaveränderung immer stärker in den Fokus gerückt ist: “Herausforderung Vegetationsbrandbekämpfung – Besonderheiten und zielführende Taktiken.”

Weitere größere Themenkomplexe: “Technische Hilfe im Kontext moderner Fahrzeugtechnologie”, “Wirkzusammenhang vorbeugender und abwehrender Brandschutz”, “Einsatzhygiene bei Bränden”, “Betriebliches Krisenmanagement vor neuen Herausforderungen”, “Zukunft der Feuerwehr”, “Anwendung von alternativen Antriebskonzepten”, “Aktuelles aus dem Rettungswesen”, “Raus aus dem Elfenbeinturm – Forschung in der Praxis” sowie “Chancen und Gefahren der Digitalisierung”. Schon bei den vergangenen Fachtagungen gehörte die Digitalisierung in Deutschland zu den herausragenden Themen. “In diesem Jahr ist die Problematik durch die aktuelle Situation zweifellos noch verstärkt in den Fokus gerückt”, sagt vfdb-Präsident Dirk Aschenbrenner. Ferner berichten Experten über internationale Großschadenslagen wie die Waldbrände in Kalifornien und die Explosion in Beirut im vergangenen Jahr.

 “Es tut uns leid, dass wir eine Präsenzveranstaltung verzichten müssen”, so Aschenbrenner. “Denn neben dem hochkarätigen Vortragsprogramm haben immer auch die persönlichen Begegnungen über Jahrzehnte den Charakter unserer Fachtagungen bestimmt.” Damit aber in einer Abendveranstaltung auch virtuell für Networking gesorgt ist, hat sich Generalsekretär Dr. Dirk Oberhagemann etwas Besonderes einfallen lassen: Alle Teilnehmer erhalten vorab ein kleines “Lüttje-Lagen”-Set zugesandt. Eine Lüttje Lage ist ein obergäriges Schankbier, das mit Hilfe einer besonderen Trinktechnik gleichzeitig mit einem Schnaps getrunken wird. Der Brauch ist nur im Raum Hannover bekannt. Dazu Dr. Oberhagemann: “Für uns ist das zugleich ein origineller Hinweis auf die nächste INTERSCHUTZ, die von 20. bis 25. Juni 2022 in Hannover stattfindet.” In einer weiteren Abendveranstaltung ist ein Besuch via Internet im Deutschen Rettungsrobotik-Zentrum (DRZ) geplant. Weitere Informationen und ein Anmeldeformular für die Fachtagung finden sich hier.

Autor des Gastbeitrages ist Wolfgang Duveneck. Er ist Pressesprecher bei der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes (vfdb).

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