Forschungskooperation zu Künstlicher Intelligenz gestartet

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Rheinland-Pfalz ist eine neuartige Kooperation im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) für die polizeiliche Arbeit eingegangen. (Foto: BS/MdI RLP)

Künstliche Intelligenz (KI) soll noch stärker als bisher für polizeiliche Zwecke genutzt werden. Um das zu forcieren, ist eine neue Forschungskooperation an den Start gegangen. Beteiligt sind das Bundeskriminalamt (BKA), das rheinland-pfälzische Landeskriminalamt sowie das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kaiserslautern.

Die Kooperation wird sich vor allem der Vorselektion und Relevanzbewertung immenser Datenmengen und der Analyse unstrukturierter Rohdaten widmen. An den Ergebnissen der Forschungskooperation sollen auch die Polizeien des Bundes und der Länder partizipieren können. Die Zusammenarbeit ist zunächst auf ein Jahr ausgelegt.

Nicole Steingaß, Staatssekretärin im Mainzer Innenministerium, erklärte dazu: “Die nun vertraglich festgehaltene und bundesweit einmalige polizeilich-wissenschaftliche Kooperation der drei Partner haben wir initiiert, um die Ermittlungsarbeit auf Basis neuester technischer Möglichkeiten weiter deutlich voranzubringen.” Der technologische Fortschritt verändere die Kriminalität, zum Beispiel im Zusammenhang mit Betrugshandlungen im Internet, und entsprechend auch die Ermittlungsarbeit.

Und BKA-Präsident Holger Münch betonte: “Künstliche Intelligenz kommt im BKA bereits bei der ermittlungsunterstützenden Strukturierung von sichergestellten Massendaten in Strafverfahren zum Einsatz.” Die nunmehr geschlossene Forschungskooperation solle dazu beitragen, weitere geeignete Einsatzfelder für KI zu identifizieren. “Denn wenn wir Kriminalität auch weiterhin wirkungsvoll bekämpfen wollen, müssen wir mit den von moderner Technik geprägten Tatbegehungsweisen Schritt halten und die stetig wachsende Zahl digitaler Beweismittel schnell und zielgerichtet auswerten können”, zeigte er sich überzeugt.

Transferlab vorgesehen

Der Präsident des rheinland-pfälzischen LKA, Johannes Kurz, meinte: “Die Kooperation ist eine Riesenchance für uns, durch eine noch intensivere Vernetzung mit der Wissenschaft und die verstärkte Nutzung Künstlicher Intelligenz die Prozesse vorrangig in der kriminalpolizeilichen Analyse zu beschleunigen und zu verbessern.” Der Geschäftsführende Direktor des DFKI, Prof. Dr. Andreas Dengel, schließlich sagt: “Wir freuen uns über den Start dieser in Deutschland einzigartigen Kooperation und darauf, gemeinsam zu erforschen, wo und wie moderne KI-Tools Ermittlungsbehörden bei ihren immer komplexer werdenden Aufgaben entlasten und nachhaltig zur Verbrechensbekämpfung und -aufklärung beitragen können.”

Im Rahmen der künftigen Zusammenarbeit soll ein polizeispezifisches Transferlab am DFKI in Kaiserslautern betrieben werden, das aus einem gemischten Team von Mitarbeitern aus Polizei und Wissenschaft besteht.

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