Verlegung in den Indien-Einsatz

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Im Einsatz gegen Corona kann diese Sauerstofferzeugungsanlage tausende Leben retten. (Foto: BS/Bundeswehr/Paula Englowski)

Aktuell leistet der Sanitätsdienst der Bundeswehr weltweit Höchstleistung im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Nach dem Einsatz in Portugal, der europaweit für Anerkennung sorgte, steht nun Indien im Fokus. Deutschland schickt nicht nur 120 Beatmungsgeräte, sondern auch eine dringend benötigte Sauerstofferzeugungsanlage. Der Sanitätsdienst beschrieb, wie schnell dieser Einsatz eingeleitet und durchgeführt wurde: “Kurz vor Montagmittag schickt das Kommando Sanitätsdienst der Bundeswehr (KdoSanDstBw) in Koblenz dem ihm unterstellten Kommando Sanitätsdienstliche Einsatzunterstützung (KdoSanEinsUstg) in Weißenfels eine Vorabinformation, dass ein Hilfseinsatz in Indien geplant ist.

Diese Information bildet die Grundlage für die ersten Planungen, die unter anderem bereits die Personalauswahl beinhalten. Der Organisationsplan der kommenden Tage wird geschmiedet. Dienstagmorgen, noch vor 8:00 Uhr, erteilt das KdoSanDstBw der Bundeswehr dem KdoSanEinsUstg einen konkreten Auftrag mit genauen personellen und materiellen Vorgaben. Keine zwei Stunden später antwortet das KdoSanEinsUstg mit einem konkreten Plan, in dem bereits die Soldatinnen und Soldaten, die Teil des Teams in Indien sein werden, namentlich benannt sind. Später am Tag ergeht aus dem KdoSanDstBw der Befehl, das Personal und Material in wenigen Tagen einsatzbereit sein sollen. Am Abend wird dem Sanitätsregiment 3 aus Dornstadt die Missionsführung übertragen. Der Plan zur Verlegung der Sauerstofferzeugungsanlage und den Soldatinnen und Soldaten, die die indischen Verantwortlichen daran ausbilden sollen, wurde am Mittwoch finalisiert und bis Donnerstagvormittag von allen verantwortlichen Stellen geprüft und genehmigt. Ebenfalls am Donnerstagmorgen veranlasste das KdoSanEinsUstg die Vorbereitung der Sauerstofferzeugungsanlage für den Transport nach Indien. Am Freitagmittag kam das Team, das gemeinsam nach Indien verlegen soll, erstmals in der Kaserne des Sanitätsregiment 3 in Dornstadt zusammen.”

Bereits gegen Mitternacht des Freitags folgte die Verlegung nach Köln-Wahn, von wo aus eine Airbus A350 der Luftwaffe das Einsatzkontingent inklusive 120 Beatmungsgeräten am Samstag nach Neu-Delhi flog. Dort bereitet das Team alles für die Aufstellung der Sauerstofferzeugerlage vor, die Anfang dieser Woche mit zwei A400M eingeflogen wird.

Innerhalb einer Woche konnte somit der Sanitätsdienst – unterstützt durch die Luftwaffe – wieder einmal hochwertige medizinische Versorgung unter schwierigen Bedingungen bereit stellen. Indien wird diesen Einsatz sicherlich ebenso wenig vergessen wie Portugal oder all jene Kommunen und Landkreise, in denen auch in Deutschland ohne den Sanitätsdienst der Bundeswehr die Lage katastrophal sein würde.

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