Wolski meint

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Generalmajor a. D. Reinhard Wolski, Dipl.-Ing. (Univ.), ist Experte des Behörden Spiegel und war in seiner letzten Verwendung Chef des Amtes für Heeresentwicklung. (Foto: privat)

Der Bericht des Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI) zeigt die weltweiten Rüstungsausgaben für 2020 mit 1.981 Milliarden U.S.-Dollar an. Die fünf größten Investoren sind dabei die Vereinigten Staaten von Amerika, China, Russland, Indien und Großbritannien. Angesichts dieser Zahlen ergeben sich für Europa etliche Fragen, wenn es sicherheits- und militärpolitisch souverän bleiben will.

Obwohl die COVID-19-Pandemie erhebliche ökonomische Auswirkungen haben wird, muss Europas Verteidigungsfähigkeit im gesamten Spektrum verstärkt werden. Und zwar durch gemeinsame Entwicklungen. Einige europäische Staaten werden durch COVID-19 finanziell sehr belastet sein. Beschleunigt dies möglicherweise die europäische Zusammenarbeit? Und sind EDF, CARD und PESCO die ausreichend wirkungsvollen Instrumente einer sorgfältigen, kostenbewussten und verantwortungsvollen europäischen Rüstung, die zivile Entwicklung und Gesamtverteidigung gleichermaßen zulässt?

Dabei gilt es auch, den Forschungsbereich zu betrachten, z.B. die über 110 Fähigkeitsentwicklungsprogramme der EDA. Die Kernfrage ist, ob wir auf Grund der Pandemie unsere europäische militärische Forschung und Fähigkeitsentwicklung neu ausrichten sollten. Wir werden diesen Aspekt auf der digitalen Berliner Sicherheitskonferenz am 18./19. Mai mit europäischen Rüstungsdirektoren diskutieren!

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