DLRG: Sorge vor Corona-Folgen

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Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) blickt mit Sorge auf die kommende Badesaison. (Foto: Divebalu, pixabay.com)

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) sieht mit Sorge auf die kommende Badesaison an den deutschen Küsten und Binnengewässern. Als Folge der Corona-Pandemie befürchten die Retter mehr Unfälle und Probleme als im Vorjahr. Dies habe mehrere Gründe.

Die Infektionsschutzmaßnahmen und der Appell an die Bürgerinnen und Bürger hätte eine mangelnde Fitness und körperliche Beeinträchtigungen bis hin zu Adipositas zur Folge. Ebenso könnte die Schließung von Schwimmbädern aufgrund der Pandemie zu einer Verschlechterung der Schwimmfähigkeiten führen. Besonders die fehlenden Ausbildungsmöglichkeiten ließen einen Anstieg von schwimmunfähigen Kindern befürchten. “Viele unterschätzen, wie viel Fitness verloren gegangen ist, wenn sie lange zu Hause sind und sich über einen langen Zeitraum nicht regelmäßig und ausreichend bewegen”, mahnt Achim Wiese, Pressesprecher der DLRG.

Schon im vergangenen Jahr war die Zahl der Ertrinkungsunfälle in den warmen Sommermonaten stark angestiegen. Allein im August verloren 117 Menschen ihr Leben an deutschen Gewässern. Grund dafür waren neben den besonders heißen Monaten der innerdeutsche Urlaub und die Ausflüge an unbewachte Badestellen. “Die Rahmenbedingungen haben sich seither nicht wesentlich verbessert. Sie sind durch die anhaltenden Umstände sogar eher schlechter geworden. Wir können die Menschen nur sensibilisieren, ihre körperlichen Kräfte nicht zu überschätzen und ausschließlich an bewachten Abschnitten baden zu gehen”, betont Wiese.

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