Erweiterung des Triebwerk-Joint-Ventures

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So könnte der Next Generation Fighter (NGF) aussehen. Er ist Teil des Future Combat Air Systems, das aus dem NGF sowie unbemannten Systemen besteht. (Bild: BS/Airbus)

Das Joint Venture EUMET, das aus MTU Aero Engines und Safran Aircraft Engines besteht, hat vergangene Woche mit dem Unternehmen ITP Aero ein Abkommen zur Zusammenarbeit getroffen, um gemeinsam das Triebwerk des Next-Generation Fighter (NGF) zu entwickeln, produzieren und zu liefern. Der NGF ist das Kernelement des Future Combat Air Systems, das als internationales Programm auch die Eurofighter der Luftwaffe ablösen soll.

Der Einstieg von ITP in das Programm als Hauptpartner des neuen Gemeinschaftsunternehmens EUMET ermöglicht dabei eine gleichmäßige Arbeitsteilung zwischen Frankreich, Deutschland und Spanien. EUMET wird der alleinige Hauptauftragnehmer für alle Triebwerksaktivitäten im Zusammenhang mit dem Next-Generation-Fighter sein.

“FCAS ist ein hochstrategisches Programm, das es uns ermöglicht, unsere grundlegenden Kompetenzen bei militärischen Triebwerken zu erhalten und gleichzeitig die nationalen und europäischen Verteidigungsfähigkeiten zu stärken”, sagte Jean-Paul Alary, Chief Executive Officer von Safran Aircraft Engines. “Als Leiter der NGF-Triebwerkskonstruktion und -integration freut sich Safran Aircraft Engines darauf, ein solides Fundament zu schaffen und die Partnerschaft mit den Teams von MTU und ITP Aero zu stärken.”

Innerhalb von EUMET wird Safran Aircraft Engines die Gesamtentwicklung und Integration des Triebwerks leiten, während MTU Aero Engines die Serviceaktivitäten für das Triebwerk übernimmt. ITP Aero wird vollständig in die Konstruktion des Triebwerks eingebunden sein und unter anderem die Niederdruckturbine und die Düse entwickeln.

“Wir haben einen verlässlichen und soliden Rahmen für pragmatische und fokussierte Entscheidungen zwischen den Partnern über den gesamten Lebenszyklus des Triebwerks geschaffen”, kommentierte Michael Schreyögg, Programmvorstand der MTU und erster Vorsitzender der Gesellschafterversammlung von EUMET. “Nachdem wir dies erreicht haben, werden wir uns gemeinsam auf die nächsten wichtigen Schritte konzentrieren: Die Sicherstellung des Auftrags für die Demonstratorphase in den nächsten Monaten und das Hochfahren der Entwicklungsaktivitäten im Einklang mit unserem sehr ambitionierten Zeitplan bis 2040.”

Nach dem von den nationalen Behörden festgelegten Zeitplan soll die nächste Forschungs- und Technologiephase (R&T 1B/2) bis Mitte dieses Jahres die nationalen Genehmigungsverfahren durchlaufen, um das FCAS-Programm auf die nächste Stufe zu bringen.

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