München beschließt neue Open-Source-Strategie

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Erst Windows, dann Linux, dann wieder Windows und nun doch Open-Source. Die Stadt München fährt einen Zick-Zack-Kurs in der Softwareausstattung der Öffentlichen Verwaltung. (Foto: Gerd Altmann, pixabay.com)

Unter Führung der SPD und der Grünen hat der Münchner Stadtrat eine neue Open-Source-Strategie in der Öffentlichen Verwaltung beschlossen. Fortan soll vor allem Open-Source-Software verwendet und beschafft werden “wo immer technisch und finanziell” sinnvoll, so der Beschluss der Stadtverwaltung.

Falls keine Open-Source sondern proprietäre Software genutzt werden soll, muss dies nun begründet werden. Mittelfristig soll ein Schulungskonzept in der Verwendung des Open Source Stacks eingerichtet werden. Das heißt, dass eine aufeinander abgestimmte und aufbauende Open-Source- Software-Bibliothek erstellt und dem Stadtrat vorgelegt werden soll. Des Weiteren will die Stadt verstärkt in “Gremien der kommunalen Spitzenverbände” ihr Vorgehen hinsichtlich Open-Source-Nutzung erläutern und öffentlich finanzierte Software zugänglich machen.

Anfang der 2000er Jahre wurde bereits der Versuch gewagt vom Betriebssystem Windows auf das Open-Source-Programm Linux umzusteigen. Die Stadt sparte mit der Umstellung Geld, wurde aber auch dahingehend kritisiert, dass durch den Wechsel ein Mehraufwand auf die Mitarbeitenden abgewälzt wurde. 2014 wurde das Projekt unter dem Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter vorerst eingestellt und wieder auf den US-amerikanischen Software-Riesen gesetzt.

Der nun wieder eingeführte Open-Source-Kurs wird von der Free Software Foundation Europe (FSFE) begrüßt. Die gemeinnützige Organisation setzt auf das Prinzip: “Public Money? Public Code!” und fordert seit einigen Jahren, dass Software der öffentlichen Verwaltung für alle als Open-Source verfügbar werden soll.

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