Bauanträge nun bei service-bw

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Insgesamt wurden in 2020 mehr als 45.000 Wohnungen auf analogem Weg genehmigt, mit dem digitalen Services sollen es noch mehr werden. (Foto: annawaldl, pixabay.com)

Bauingenieure, Architekten sowie Bürgerinnen und Bürger des Landes Baden-Württemberg können ab sofort eine Baugenehmigung online auf der zentralen E-Government-Plattform des Landes service-bw beantragen. Digitalisierungsminister Thomas Strobl spricht von einem “Quantensprung für die Digitalisierung der Verwaltung”. Der Bauantrag gilt als besonders komplexe Leistung.  

“Was früher Zeit und mitunter auch Nerven gekostet hat, lässt sich nun bequem vom Sofa aus erledigen. Der Bürger geht nicht mehr aufs Amt – das Amt kommt zum Bürger”, freut sich Baden-Württembergs Digitalisierungsminister Thomas Strobl. Mit der Digitalisierung des Bauantrags sei die erste Stufe zum digitalen Bauamt in Baden-Württemberg nun abgeschlossen. Offen steht der neue Service allen Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen im Ländle. Voraussetzung ist jedoch, dass die Baurechtsbehörden den Online-Prozess auf service-bw aktivieren. Ein entsprechendes Online-Verfahren wurde im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau und der Kommunalen Landesverbände Baden-Württemberg durch das Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration und die kommunale IT-Dienstleisterin Komm.ONE entwickelt.

Die Digitalisierung des Bauantrags gilt als besonders kompliziert. Umso mehr habe man bei der Umsetzung auf Usability und Verständlichkeit geachtet, betont Strobl. Am Prozess mit beteiligt waren die Gemeinden Eningen unter Achalm und Malsch, die Städte Stuttgart, Heidelberg, Ditzingen und Lauffen am Neckar sowie die Landkreise Rhein-Neckar-Kreis, Breisgau-Hochschwarzwald und Waldshut. Expertise der jeweiligen Verwaltungsträger sowie Tests und Interviews mit Nutzerinnen und Nutzern sind in die finale Version miteingeflossen.

Aufgebaut ist der digitale Ableger wie das bisherige Formblatt für den analogen Bauantrag. Ergänzende Hinweise und Ausfüllhilfen sollen Nutzende schnell durch den Antragsprozess lotsen. Eine weitere Funktion: Informationen sollen nun auch als strukturierte maschinenlesbare Datensätze an die Behörde übergeben werden können, wodurch sich die Bearbeitungszeit reduziert. Einheitliche Standards für die Fachverfahren sollen Medienbruchfreiheit gewährleisten und die Kommunikation zwischen den Beteiligten und verschiedenen Fachverfahren vereinfachen. “Wir dürfen uns aber nicht auf dem Erreichten ausruhen. In weiteren Schritten wollen wir gemeinsam die elektronische Antragsbearbeitung weiterentwickeln, um auch behördenintern die Digitalisierung voranzutreiben“, umreißt Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut die nächste Stufe.

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