Neuer “Gefechtshelm schwer Zwischenlösung”

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“Der neue ‘Gefechtshelm schwer Zwischenlösung’ der Bundeswehr ist auf dem Weg in die Truppe”, meldete die Bundeswehr vergangene Woche. “Nach einer umfangreichen Aus­wahlerprobung fiel die Ent­scheidung zur Beschaffung im Herbst 2020. Nun laufen die ersten 1.000 Helme des kanadi­schen Herstellers Galvion bei der Bun­deswehr zu. Der Helm erfüllt alle an ihn gestellten Anforderungen.”

Der Gefechtshelm schwer Zwischenlö­sung ist eine Ergänzungsbeschaffung die eingeführt wurde, um den aktuell vorhan­denen Gefechtshelm schwer in den Spe-zialkräften abzulösen. Diese Zwischenlö­sung wurde notwendig, da sich die Beschaffung und somit auch die Verfügbarkeit des “Gefechtshelms Streit­kräfte” (Gefechtshelm SK) weiter hinzog.

“Um den Ansprüchen an einen Helm gerecht zu werden, sind Zertifikate zum Beispiel zur ballisti­schen Haltefähigkeit erfor­derlich. Darüber hinaus muss der Helm einem ausführlicheren Truppen­versuch standhalten. Das kostet Zeit, die für die Sicherheit der Soldatinnen und Solda­ten aber aufgebracht werden muss”, nennt die Bundeswehr als Grund für den nicht zeitgerechten Zulauf des Gefechtshelms SK. Allerdings sind diese Zertifikate und Tests bei jeder Helm-Beschaffung zu erbringen, müssten also eigentlich bereits in den Zeit­planungen mit einbezogen sein und dürften bei langfristigen Ersatzlösungen – die aktu­ellen Helme sind schließlich nicht plötzlich einsatzbedingt zu ersetzen – nicht zu Verzö­gerungen führen.

Zumindest konnte im November 2020 der Gefechtshelm schwer Zwischenlösung unter Vertrag gehen. Insgesamt 5.000 die­ser Helme sollen der Bundeswehr für den Einsatz bei den Spezial- und spezialisier­ten Kräften der Bundeswehr, wie etwa dem Kommando Spezialkräfte oder den Fall­schirmjägern der Division Schnelle Kräfte, in diesem Jahr zulaufen. Die ersten 1.000 Helme werden Anfang Mai ausgeliefert.

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