Modernisierung der britischen Kampfpanzer

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Der Challenger 3 soll mit einer neuen Kanone auch moderne Munition erhalten. (Foto: BS/British Army)

Großbritannien hat vergangene Woche die Modernisierung von 148 ihrer Kampfpanzer Challenger zur Version Challenger 3 für 800 Millionen britische Pfund (rund 920 Millionen Euro) in Auftrag gegeben. “Eine umfangreiche Modernisierung des Kampfpanzers der britischen Armee mit zusätzlicher Feuerkraft und hochmodernen Schutzsystemen wird sicherstellen, dass Großbritannien auch in Zukunft an der Spitze der Panzerentwicklung steht und auf zukünftige globale Bedrohungen und Herausforderungen reagieren kann”, meldete die British Army am Freitag. “Challenger 3 wird den gepanzerten Streitkräften der NATO auf den Schlachtfeldern von heute und bis 2040 ein Höchstmaß an Lethalität und Überlebensfähigkeit bieten.”

Die Modernisierungsmaßnahmen beinhalten eine neue 120 mm Glattrohrkanone, ein neues Visiersystem zur besseren Zielfähigkeit bei Tag und Nacht für den Panzerkommandanten, eine neue modulare Panzerung, ein aktives Schutzsystem sowie einen neuen flexiblen Turm.

Als Teil des mehrschichtigen Schutzes des Challenger 3 wird die Flotte als erstes ein modernes aktives Schutzsystem (APS) erhalten, das anfliegende Bedrohungen erkennt und neutralisiert. Der Panzer wird dabei umfassenden elektromagnetischen Tests unterzogen, um sicherzustellen, dass er auch auf den anspruchsvollsten, sensorgesättigten Gefechtsfeldern überlebensfähig ist. Die neue modulare Panzerung wurde auf der Grundlage von Fortschritten in der Schutztechnologie entwickelt, die von der internen, vom Chief Scientific Advisor (CSA) finanzierten Panzerungsexpertise des UK Defence Science and Technology Laboratory (Dstl) stammen. Die neue Visieranlage gibt dem Panzerkommandanten eine unabhängige Tag/Nacht-Allwetter-Hunter-Killer-Fähigkeit, die es ihm ermöglicht, Ziele schneller zu erfassen und zu bekämpfen. Challenger 3 wird zudem mit einem digitalisierten Backbone ausgestattet, der ihn mit den anderen Kampffahrzeugen der Kampfbrigade verbindet und so einen domänenübergreifenden Datenaustausch ermöglicht.

Der stellvertretende Chef des Generalstabs, Generalleutnant Chris Tickell, sagte: “Der Integrated Review beschreibt ein transformiertes Heer, das lethaler, besser geschützt und besser vernetzt sein wird, als jede vergleichbare Armee. Der Challenger 3 ist ein Symbol genau dieses Wandels und wird das Kernstück unserer Kampfkraft sein. Seine digitale, offene Architektur wird sicherstellen, dass er auf dem gesamten Gefechtsfeld integriert ist. Seine Hauptbewaffnung wird den Gegnern überlegen sein und die Besatzung wird ein einzigartiges Maß an Schutz genießen. Er ermöglicht den Sieg im Gefecht.”

Das Erreichen der Full-Operating-Capability des Challenger 3 ist für 2030 vorgesehen.

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