Weitere Zunahme an Cyber-Straftaten

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In Deutschland werden polizeilich immer mehr Fälle von Cyber-Kriminalität festgestellt. (Foto: BS/Blogtrepreneur, CC BY 2.0, www.flickr.com)

Cyber Crime nimmt immer weiter zu. So verzeichnete das Bundeskriminalamt (BKA) im vergangenen Jahr – verglichen mit 2019 – einen Zuwachs der Taten aus diesem Phänomenbereich im engeren Sinne um fast acht Prozent. Dabei handelt es sich um Delikte, die sich gegen das Internet, Datennetze, informationstechnische Systeme oder deren Daten richten.

Zurückgeführt wird der Anstieg laut dem entsprechenden BKA-Lagebild auf die stark voranschreitende Digitalisierung aller Lebensbereiche, die Corona-bedingt einen zusätzlichen Antrieb erhielt, wodurch mehr Tatgelegenheiten für Cyber-Kriminelle entstanden. Weitere Faktoren sind demnach die zunehmende Professionalisierung der Täter und steigende Fähigkeiten der Schadsoftware zur Verschleierung vor Sicherheitsmechanismen.

Aufklärungsquote stagniert fast

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 108.474 Cyber Crime-Fälle im engeren Sinne polizeilich erfasst. 2019 waren es noch “nur” 100.514 gewesen. Aufgeklärt wurden 2020 35.390 Delikte. Dies entspricht einem Anteil von 32,6 Prozent. Im Vergleich zu 2019 ist die Aufklärungsquote damit nur minimal angestiegen. Damals betrug sie 32,3 Prozent.

Darüber hinaus ergibt sich aus dem BKA-Lagebild, dass Ransomware weiterhin die größte Gefahr für öffentliche Einrichtungen und Unternehmen bleibt und dass Cyber Crime-Akteure international vernetzt sind und zunehmend professioneller agieren. Außerdem ist ein Anstieg bei den sogenannten DDoS-Attacken zu verzeichnen. Auch ihre Intensität nimmt zu. Gleiches gilt für die sogenannte Underground Economy, wo Cyber Crime als Dienstleistung angeboten wird.

Das gesamte BKA-Lagebild zu Cyber Crime kann hier abgerufen werden.

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