Abnahme der ESSOR HDR Base Wellenform

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Die ESSOR-Wellenformen sollen die Kommunikation zwischen den europäischen Streitkräften sicherstellen. (Foto: BS/Rohde & Schwarz)

Vergangene Woche erhielt die ESSOR HDR Base Wellenform die Freigabe. Die Allianz für ESSOR erreichte nach zweieinhalb Jahren Entwicklungszeit die formale Abnahme der High Data Rate (HDR)-Basiswellenform. Die ESSOR-Wellenformen werden durch ein internationales Firmenkonsortium im Rahmen eines OCCAR-Vertrages entwickelt, um eine gemeinsame sichere Kommunikationsbasis für europäische Streitkräfte zu schaffen.

Wellenformen sind die Grundlage der gesicherten Kommunikationsübertragung. Wenn Funkgeräte unterschiedliche Wellenformen benutzen, können sie keine Informationen austauschen. Bei Software Defined Radios werden neue Wellenformen mittels Software aufgespielt. Obwohl es sich einfach anhört – Wellenformen entwickeln und dann aufspielen – ist die praktische Umsetzung hochkomplex. Das deutsche System SVFuA war beispielsweise das erste Software Defined Radio weltweit, das nachweislich in der Lage war, Wellenformen anderer Unternehmen aufzuspielen.

Zu dem Industriekonsortium a4ESSOR S.A.S (Alliance for ESSOR) gehört das Who-is-Who der europäischen Kommunikation: Bittium (Finnland), Indra (Spanien), Leonardo (Italien), Radmor (Polen), Rohde & Schwarz (Deutschland) und Thales (Frankreich). Das Joint Venture ist für das Management der industriellen Aktivitäten im Rahmen des ESSOR-Programms und die Koordinierung der Arbeit der Partner verantwortlich.

Die nun erfolgte formelle Abnahme der ESSOR High Data Rate Base Waveform folgt auf die erfolgreichen Abnahmetests in den Leonardo-Labors in Pisa im vergangenen November sowie die formale Qualitätsabnahme.

Die Partner von a4ESSOR werden in der nächsten Phase des Projekts die ESSOR HDR Base Wellenform auf ihre jeweiligen Software Defined Radios portieren. Abschließende Interoperabilitätstests zwischen den Funkgeräten der Partner werden das ESSOR OC1-Projekt mit der Veröffentlichung verbesserter und aktueller ESSOR-Zielwellenformen abschließen, die dann für den Einsatz im operativen Bereich bereit stehen.

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