Reform der Notfallversorgung gefordert

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Der Deutsche Ärztetag hält die bisherigen Reformansätze der Notfallversorgung für unzureichend. (Foto: BS/fernando zhiminaicela, pixabay.com)

Der Deutsche Ärztetag fordert eine Reform der Notfallversorgung in Deutschland. Die erforderlichen Neuregelungen in diesem Bereich sei in dieser Legislaturperiode vom Gesetzgeber versäumt worden. Die bisherigen Lösungsansätze seien unzureichend.

Der Ärztetag lehnt die Pläne der Bundesregierung, eine” zusätzliche verpflichtende, standardisierte Ersteinschätzung” einzuführen ab, bei der die Patientinnen und Patienten eine Notaufnahme aufsuchen und dann allein mittels eines Algorithmus weitergeleitet werden sollen. Die Weiterleitung soll dabei ohne ärztliche Abklärung geschehen. Der Gemeinsame Bundesausschuss soll die fachlichen Vorgaben und Qualitätsvorgaben für ein solches Verfahren aufstellen. Dies wird im Entwurf des Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetzes (GVWG) der Bundesgesundheitsministeriums (BMG) vorgesehen. Dabei bleibe unklar, wie mit Patienten umgegangen werden soll, bei denen der Algorithmus und die behandelnde Ärztin bzw. der behandelnde Arzt zu unterschiedlichen Einschätzungen kommen.

“Patientinnen und Patienten kommen mit der Erwartung in die Notaufnahme eines Krankenhauses, dass sie ärztliche Hilfe erhalten. Sie müssen sich darauf verlassen können, dass ihre individuellen Beschwerden ärztlich bewertet werden und die Patientensicherheit im Vordergrund steht”, heißt es vom Ärztetag.

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