Starker Rückgang von Kfz-Kriminalität

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Mit 28.386 Pkw-Fahndungsnotierungen gab es im vergangenen Jahr 14,9 Prozent weniger Fahndungen als 2019. (Foto: BS/TheDigitalWay, pixabay.com)

2020 seien durch die deutsche Polizei im Vergleich zum Vorjahr erheblich weniger Kfz-Diebstähle registriert worden. Rund 14.000 Pkw seien dauerhaft entwendet worden. Das bedeutet einen Rückgang um 14,6 Prozent gegenüber 2019. Dies geht aus dem Bundeslagebild Kfz-Kriminalität des Bundeskriminalamtes (BKA) hervor.

Auch für andere Fahrzeugtypen sei ein Rückgang der Delikte zu verzeichnen: So gab es mit 637 entwendeten Lkw 24,1 Prozent weniger Fälle als im Vorjahr und mit 1.082 gestohlenen Mietwagen sank die Zahl der für diesen Fahrzeugtyp registrierten Diebstähle um 15,5 Prozent. Doch nicht ausschließlich komplette Fahrzeuge seien das Ziel von Diebstählen gewesen. Auch hochwertige Einzelteile wie Katalysatoren sowie GPS-Einheiten und Displays aus landwirtschaftlichen Maschinen seien vermehrt entwendet worden. Insgesamt 17.678 Tatverdächtige wurden dabei in allen Deliktbereichen verzeichnet. 58,4 Prozent von diesen waren deutsche Staatsangehörige.

Für die Verschiebung von entwendeten Fahrzeugen und Fahrzeugteilen ins Ausland seien häufig osteuropäische Länder wie Litauen und Polen, aber auch die Türkei Transitstaaten. Die Zielregionen befänden sich zumeist in Zentralasien und im Nahen Osten, wie beispielsweise in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Für erfolgreiche Ermittlungen, Festnahmen und die Sicherstellung von Fahrzeugen sei eine enge Zusammenarbeit internationaler Strafverfolgungsbehörden notwendig. In diesem Jahr soll daher erneut ein Aktionstag auf EU-Ebene unter Einbindung des europäischen Polizeiamtes Europol stattfinden.

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