Zunehmende Gewalt gegen Polizisten

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Die Gewalt gegen bayerische Polizeibeamte ist im vergangenen Jahr stark angestiegen. (Foto: BS/planet_fox, pixabay.com)

Die Fallzahl von gewalttätigen Übergriffen auf Polizeibeamte in Bayern habe stark zugenommen. 8.587 Gewalttaten habe es im vergangenen Jahr im Freistaat gegen Polizistinnen und Polizisten gegeben. Seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2010 seien noch nie so viele Vorfälle registriert worden. Dies geht aus dem bayerischen Lagebild “Gewalt gegen Polizeibeamte” hervor.

Die Anzahl der Vorfälle hat gegenüber dem Vorjahr um 7,9 Prozent zugenommen. Mit 4.746 Fällen handelt es sich bei mehr als der Hälfte der Taten um körperliche Gewalt. Über 2.800 Polizeibeamte wurden dabei verletzt. Sechs dieser Übergriffe wurden als versuchte Tötungsdelikte klassifiziert. In neun Fällen trugen die Täter scharfe Schusswaffen bei sich, in 114 Fällen waren sie im Besitz von Hieb- und Stichwaffen. Auch Pyrotechnik, Kraftfahrzeuge und Reizgas wurden für einige der Attacken verwendet. Im vergangenen Jahr sei die Gewaltbereitschaft gegen Polizeibeamte vor allem bei der Durchsetzung von Corona-Maßnahmen augenfällig gewesen.

Im Rahmen des Aktionsplans “Gewalt gegen Einsatzkräfte – Täter verfolgen, Helfer schützen” sollen besonders schwerwiegende Taten beschleunigt von Polizei und Staatsanwaltschaft bearbeitet werden. Bayern habe in den letzten Jahren zudem 120 Millionen Euro für die Ausstattung von Einsatzkräften ausgegeben. Neue Dienstpistolen, Bodycams und Distanz-Elektroimpulsgeräte hätten zum verbesserten Schutz von Polizeibeamten beigetragen.

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