IT-Leistungen, Bekleidung, Bodenradare und Tankcontainer

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(Foto: moerschy, pixabay.com)

Am 19. Mai gab der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages die Mittel für vier Bundeswehr-Beschaffungen frei. Die entsprechenden Verträge werden in den kommenden Wochen unterzeichnet.

Für rund 2,2 Milliarden Euro wird der Vertrag mit der BWI um weitere Services erweitert. Dazu gehört beispielsweise die Bereitstellung einer Private Cloud für die Bundeswehr oder weitere Möglichkeiten für mobiles Arbeiten. Zudem soll mit dem Geld die Digitalisierung der Gesundheitsversorgung der Bundeswehr ausgebaut werden. Diese Ausweitung der IT-Leistungen wird durch das Konjunktur-, Krisenbewältigungs- und Zukunftspaket der Bundesregierung ermöglicht.

95 Millionen Euro sind für die Bekleidung und persönliche Ausrüstung vorgesehen. “Mit dem Änderungsvertrag sollen in den Jahren 2021 bis 2023 zusätzliche Bekleidungsbeschaffungen beauftragt werden, um die Soldatinnen und Soldaten mit moderner Bekleidung und persönlicher Ausrüstung auszustatten”, beschreibt die Bundeswehr. “Diese Erweiterung beinhaltet etliche Artikelsegmente, beispielsweise Kampfrucksäcke und Brandschutzbekleidung.”

Neue Bodenradargeräte zur Aufklärung und Überwachung großer Räume kann die Bundeswehr nun für rund 36 Millionen Euro beschaffen. Mit dem Bodengebundenen Aufklärungs- und Raumüberwachungssystem (BARÜ) erhält das Heer die Fähigkeit, bei Tag, bei Nacht und auch unter ungünstigen Wetterbedingungen große Räume aufzuklären und zu überwachen. Das BARÜ ist autark einsetzbar und durch eine Datenschnittstelle mit dem Führungs- und Waffeneinsatzsystem ADLER III (Artillerie-, Daten-, Lage- und Einsatz-Rechnerverbund) der Artillerietruppe kompatibel. Die neuen Systeme sollen die bisher genutzten Bodenradargeräte ersetzen.

Beim vierten bewilligten Vorhaben kann die Bundeswehr für rund 29 Millionen Euro bis zu 200 Container ISO 20 Fuß, Kraftstoff 9 Kubikmeter (TCK 9) in den nächsten sieben Jahren beschaffen. Die Container bestehen aus einem Tankkörper und einer Kraftstoffpumpanlage mit integriertem Stromerzeugeraggregat, das bis zu zwei Verbraucher gleichzeitig versorgen kann. Die Lösung wurde in einen 20-Fuß-ISO-Rahmen integriert. Die Container sind mit Lkw transportierbar und auch als Lagerbehälter zugelassen. Die Tankcontainer dienen zur weltweiten Versorgung mit Kraftstoffen in urbanem und schwer zugänglichem Gelände. Die ersten TCK 9 sollen bereits in der VJTF 2023 eingesetzt werden.

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