Fachwörter der Digitalisierung weiterhin unbekannt

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Das Wort "App" gehört zu den Begriffen, den eine große Mehrheit eindeutig zuordnen und auch erklären kann. Etwa drei von vier Deutschen fühlen sich dazu in der Lage. (Foto: BS/ Gerd Altmann, pixabay.com)

Viele Schlagworte, die im Kontext der Digitalisierung stehen, sind einem Großteil der Deutschen fremd. Mehr als die Hälfte der deutschen Bevölkerung (52 Prozent) hat zum Beispiel nie von den Wörtern Blockchain oder Latenz gehört. Allerdings hat sich das Digitalvokabular seit dem letzten Jahr insgesamt verbessert.

Kryptowährung, Big Data, Virtual Reality oder Künstliche Intelligenz. Die Wörter werden in der jüngsten Zeit zwar öfter benannt, aber eine genaue Erklärung worum es sich dabei handelt, fällt umso schwerer. Nach einer Studie zum zweiten bundesweiten Digitaltag der Initiative “Digital für alle” kann nicht mal jeder zweite der Befragten ausführen, was sich hinter den Begriffen verbirgt. Andere Stichwörter der Digitalisierung wie Apps (76 Prozent), 5G (67 Prozent) oder Cookies (63 Prozent) kann eine Mehrheit der Deutschen schon eher erläutern.

Insgesamt zeigt die Studie zwar noch den Handlungsbedarf auf, um Digitalisierung verständlich zu machen, allerdings zeigen die Ergebnisse einen positiven Trend. Das Vokabular der Befragten hat sich im Vergleich zum Vorjahr verbessert. 2020 ist der Begriff Blockchain beispielsweise mehr als 60 Prozent der deutschen Bevölkerung unbekannt gewesen. Dies entspricht einer Steigerung um 8 Prozentpunkte.

Die Geschäftsführerin von “Digital für alle” Anna-Lena Hosenfeld bewertet die Entwicklung insgesamt positiv, räumt aber ein, dass noch einige Arbeit auf dem Weg zur Zielgeraden besteht: “Wir müssen alle mitnehmen, wenn es darum geht, den technischen Fortschritt zu erklären. Nur so können wir sicherstellen, dass alle in gleichem Maße von der Digitalisierung profitieren”. Der deutschlandweite Aktionstag, welcher am 18. Juni für mehr digitale Teilnahme stattfindet, soll genau diesen Beitrag leisten.

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