Kroatien kauft französische Rafale

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Heute verkündete Kroatien die Entscheidung zu Gunsten des französischen Angebots. (Foto: Dassault Aviation/K. Tokunaga)

Heute verkündete Kroatien, dass es 12 gebrauchte Dassault Rafale F3-R von Frankreich für 999 Millionen Euro kaufen wird. Am 4. Juli 2019 begann der Prozess zur Beschaffung eines neuen mehrrollenfähigen Kampfflugzeugs, heute fiel nun in der 59. Sitzung der kroatischen Regierung die Entscheidung.

Damit setzte sich Frankreich im Wettbewerb gegen internationale Angebote durch. “Angebote wurden von den Vereinigten Staaten (für die neue F-16 C/D Block 70), Schweden (für die neue Gripen C/D), Frankreich (für die gebrauchte Rafale F3-R) und Israel (für die gebrauchte F-16 C/D Block 30) abgegeben. Die Interinstitutionelle Kommission wertete die eingegangenen Angebote gründlich aus und verabschiedete einstimmig die Durchführbarkeitsstudie für die Beschaffung eines Mehrzweckkampfflugzeugs, die der Regierung vorgelegt wurde”, beschreibt die kroatische Regierung den Prozess. “Die Regierung bewertete das Angebot Frankreichs als das beste und entschied sich für die Beschaffung von 12 Mehrzweckkampfflugzeugen des Typs Rafale (10 einsitzige und 2 zweisitzige Flugzeuge).”

Das französische Angebot umfasst neben dem Flugzeug auch einen Flugsimulator, Bewaffnung, Boden- und Testausrüstung, Ersatzteile, Ausbildung sowie umfassende Unterstützung durch den Hersteller für einen Zeitraum von drei Jahren und eine Garantie von 12 Monaten für jedes gelieferte Flugzeug, Triebwerk, sonstige Ausrüstung und Ersatzteile.

Der kroatische Premierminister Andrej Plenković betonte, dass der Kauf der Rafale F3-R die Fähigkeiten der kroatischen Luftwaffe deutlich erhöhen werde. “Mit der Beschaffung von Kampfflugzeugen erhält Kroatien ein starkes strategisches Abschreckungsmittel für die nächsten 30 bis 40 Jahre, das seine internationale Position und den Schutz des Luftraums erheblich stärkt und die Kampfkraft der kroatischen Armee vervielfacht”, sagte Plenković. “Der Kauf eines Mehrzweckkampfflugzeugs wird Kroatiens Position als Verbündeter innerhalb der NATO und als Partner innerhalb der Europäischen Union stärken. Mit diesem Schritt wird Kroatien zum ersten Mal das Ausgabenniveau von 2% des BIP für die Stärkung seiner Verteidigungsfähigkeiten erreichen, was das Ziel aller NATO-Mitglieder ist.”

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