Britisch-deutscher Flugzeugträgerverband

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(Foto: terimakasih0, pixabay.com)

Der Inspekteur der Deutschen Marine, Vizeadmiral Kay-Achim Schönbach, twitterte am 25. Mai 2021: “VTC mit dem 1. Sea Lord der Royal Navy. Wir sind eingeladen, in den Carrier Strike Groups der RN mitzuarbeiten. Das ist unsere Chance. Wenn sich die Gelegenheit bietet, greifen wir zu.”

Ist dies schon ein erster Einblick darin, wie die Marine ihre neue, im Eckpunktepapier festgelegte Rolle und Verantwortung für die Dimension See wahrnehmen möchte? Statt eines teuren und wahrscheinlich nie finalisierten europäischen Flugzeugträgers böte sich die Zusammenarbeit mit der britischen Marine an. Ein verlässlicher Partner, ein gemeinsamer Verband und alle Vorteile fast ohne Risiko.

1 Kommentar

  1. Eigentlich müssten die Briten mit der Royal Navy den Deutschen helfen. Denn die Marine hat zurzeit wirklich Kapazitätsprobleme.

    Wahrscheinlich wird dann wieder eine Fregatte der Sachsen-Klasse (F124) die Aufgabe übernehmen wie schon 2018 die Hessen bei der USS Harry S. Truman.
    Die Sachsen-Klasse ist nach wie vor seit 2001 die modernste bzw. kampfstärkste Fregattenklasse der Marine. Mit dem Smart-S Radar können über 1500 Ziele im Umkreis von bis zu 400km verfolgt werden. Mit 32 VLS Zellen können verschiedene Raketen und Flugkörper wie ESSM oder SM2 mitgeführt und gestartet werden. Zur U-Boot Abwehr gibt es ein Hull mounted Sonar und Torpedos.

    Leider hat die Marine nur 3 Fregatten der Sachsen-Klasse und somit eigentlich zu wenig Fregatten, die für die moderne Kriegsführung gewappnet sind. Die Brandenburg-Klasse (F123) verfügt über ein für heutige Verhältnisse veraltetes Radarsystem (LW08 Suchradar mit 2 Stir 180 Feuerleitradaren) und kann deshalb nur 2 Luftziele gleichzeitig bekämpfen.

    Die neusten Fregatten der Marine (F125), welche bisher die größten Fregatten der Marine sind und schon größenmäßig (7200 Tonnen und knapp 150m) an die Fremm-Klasse oder F100-Klasse rankommen, Sind nur sparsam bewaffnet. Kein VLS und auch kein Sonar oder Torpedos zur U-Boot Abwehr. Zurecht wird die Beschaffung kritisiert. Warum beschafft man auch ein Schiff, welches nur für Stabilisierungseinsätze optimiert ist?

    Erst mit dem MKS 180 wird die Marine ab 2027 hoffentlich die dringed benötigen Schiffe bekommen. Bis dahin wird die Marine weiterhin Kapzitätsprobleme haben.

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