Standortfaktor Digitalisierung

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Digitale Hotspots sind in Deutschland nach wie vor rar gesät. Dabei sind sie für viele Regionen zukunftsentscheidend. (Foto: BS/IO-Images, pixabay.com)

26 Prozent der 16- bis 29-Jährigen würden laut einer Umfrage des Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) von Orten mit zu langsamem Internet wegziehen. “Gerade wer junge Menschen vor Ort halten will, muss in die Digitalisierung investieren, um die Lebensqualität zu erhöhen. Gleichzeitig wird damit der Standort attraktiver für Unternehmen”, erklärt Bitkom-Präsident Achim Berg.

Der digitale Zugang zu Dienstleistungen und eine funktionierende digitale Infrastruktur sind laut Berg keine Beigabe, sondern ein Standard, den Bürgerinnen und Bürger immer mehr einfordern. Die Unzufriedenheit mit dem Status Quo wächst. 58 Prozent der befragten Bürgerinnen und Bürger sind laut Umfrage der Meinung “die eigene Stadt oder Gemeinde habe bislang die Digitalisierung verschlafen.” Hinzu kommt, dass zwar 75 Prozent der Befragten zwar bereits von dem Begriff Smart City gehört oder gelesen haben, allerdings gerade mal 18 Prozent wissen, was sich dahinter verbirgt. Die Beobachtung des Deutschen Städte und Gemeindebundes (DStGB) unterstreicht dies: “Nur knapp 50 Prozent können die Begriffe Kryptowährungen, Big Data und Virtual Reality erklären.”

Der Index für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft (DESI) von 2020 stellte bereits fest, dass Deutschland im europäischen Vergleich bei den digitalen öffentlichen Diensten nur auf Rang 21 von 28 liegt. Auch hinsichtlich der Abdeckung der Netze mit sehr hoher Kapazität kommt Deutschland nur auf Rang 21.

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