Teils Tafel, teils Tablet

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Die einen können mit Glasfaser und modernen Endgeräten ihren Schulalltag bestreiten, während andere jeden Tag hoffen müssen, dass die Kommunikation nicht jeden Moment komplett zusammenbricht. (Foto: geralt, pixabay.com)

Die Kluft wird immer größer! Während einige Schulen den Digitalisierungsschub der Pandemie gut mitnehmen konnten, kommen andere kaum hinterher. Laut einer repräsentativen Studie der Universität Göttingen “zeigen die Ergebnisse, dass sowohl ein relevanter Teil der Schülerschaft als auch der Lehrkräfte von gleichberechtigter Teilhabe ausgeschlossen zu werden droht.”

Die Studie ergab, dass sich am Umfang der Digitalisierung vier Schultypen unterscheiden lassen. Anhand des Selbstevaluations-Instruments SELFIE (Selfreflection on Effective Learning by Fostering the Use of Innovative Educational Technologies), konnten die teils gravierenden Unterschiede in der digitalen Strategie und Infrastruktur herauskristallisiert werden. An sogenannten Nachzügler-Schulen, haben demnach gerade mal 39 Prozent der Lehrkräfte Zugang zu schulinternem WLAN, an digitalen Vorreiter-Schulen sind es dagegen 96 Prozent.

“Nicht nur beim Zugang zur Infrastruktur existiert eine digitale Kluft, auch die Qualität der Infrastruktur wird sehr unterschiedlich bewertet,” heißt es weiter in der Göttinger Studie. 80 Prozent der Lehrenden an Nachzügler-Schulen mussten laut Befragung sehr häufig unter unzulänglichen Bedingungen hinsichtlich der Medientechnik und digitalen Infrastruktur arbeiten. Das führt wiederum dazu, dass in diesem digital abgeschlagenen Schultyp der Stress für Lehrerinnen und Lehrer bei unzuverlässigen IT-Systemen um 42 Prozent höher ist als an den eher digital orientierten Schulen.

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