Auf dem Weg zur Smart City: Der Mehrwert von Daten-Streaming im öffentlichen Sektor

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Thomas Scheidler ist Industry Lead Public Sector bei der C o n f l u e n t G e r m a n y GmbH. (Foto: BS/Confluent)

Singapur und Dubai machen es vor: Die urbane Vernetzung nimmt zu und soll bei Bürger:innen für einen höheren Grad an Komfort und Konnektivität sorgen – alles ist in Bewegung. Paradoxerweise setzen allerdings viele Einrichtungen des öffentlichen Sektors weiterhin auf eine statische Datenspeicherung in isolierten Datenbanken und monolithischen Systemen. Dabei besteht der Mehrwert einer Smart City gerade darin, Daten übergreifend zu verarbeiten, Strukturen aufzubrechen und Informationen auszutauschen. Um den größtmöglichen Nutzen aus ihnen zu ziehen und den Erwartungen moderner Bürger:innen gerecht zu werden, muss die Verarbeitung stattfinden, sobald Daten entstehen und während sie sich in Bewegung befinden.

Wie der öffentliche Sektor von Daten-Streaming profitiert

Vorhang auf für Daten-Streaming mit Apache Kafka und Confluent: Die verschiedenen Systeme in einer modernen Stadt generieren mittels zahlreicher IoT-Sensoren unzählige Daten. Da Kafka hochskalierbar ist, kann es diese Datenmengen von A nach B transportieren und sie in Echtzeit verarbeiten, analysieren, korrelieren und integrieren.

Dadurch ergeben sich in Bezug auf den öffentlichen Sektor viele Vorteile: Hohe Datenverfügbarkeit und -integration sorgen bei Behördengängen und im Gesundheitswesen für eine Digital Citizen Experience, die modernen Anforderungen entspricht. Städte und Kommunen sind über ein umfassendes Monitoring in der Lage, auf eine Verschlechterung der Wasser- und Luftqualität sowie potenzielle Wetterkatastrophen schneller mit angemessenen Maßnahmen zu reagieren. Darüber hinaus ermöglicht die offene Architektur von Apache Kafka die leichte Anbindung einer Vielzahl von Datenquellen und -senken. Kombiniert mit der Verarbeitung von Daten “on the Edge”, also am Rande des Netzwerks, ergeben sich interessante Anwendungsfälle wie etwa im Energiemanagement, oder in Bereichen der Verkehrsbelastung, Nahverkehr, Connected Cars und Smart Driving and Parking. Daten-Streaming schafft die Basis für eine hohe Datenverfügbarkeit bei geringer Latenz. Hierbei arbeitet die Stadt in jedem dieser Bereiche oftmals mit weiteren Herstellern und Service-Anbietern zusammen und muss dabei verschieden Datenquellen in Beziehung zueinander setzen.

Auf Grundlage der Insights, die die Echtzeit-Daten liefern, sind Städte in der Lage, wesentlich effizienter auf Veränderungen zu reagieren und den urbanen Betrieb effektiv zu managen.

Deutschland: Land der digitalen Hürden

Doch warum liegen wir in Sachen Smart Cities in Deutschland so weit hinter anderen Ländern? Oftmals scheitern Projekte bereits in der Planungsphase. Der Grund: Data-Governance gilt als größte Herausforderung. Doch das muss so nicht sein: Um den Richtlinien der DSGVO zu entsprechen, kann eine Daten-Streaming-Plattform, helfen. Allerdings liegt die gänzliche Umsetzung der DSGVO beim Anbieter, also der Kommune. Es gilt, das Thema Datendemokratisierung weiter voranzutreiben, frühzeitig und eng mit Datenschutz-Experten zusammenzuarbeiten und für die notwendige Transparenz und Awareness unter den Bürgerinnen und Bürgern zu schaffen. Erst dann lässt sich der Weg in Richtung Smart City wesentlich „smarter“ ebnen.

Behörden Spiegel und Confluent zeigen, wie Daten-Streaming geht

Der Verfasser des Gastbeitrages ist Thomas Scheidler, Industry Lead Public Sector bei der Confluent Germany GmbH (tscheidler@confluent.io).

Im Partner-Webinar des Behörden Spiegel mit Confluent unter dem Titel “Daten in Bewegung – So geht Daten-Streaming für Behörden”, das am 24. Juni von 9:30 bis 11:00 Uhr stattfindet, erfahren die Teilneh­merinnen und Teilnehmer, was nötig ist, damit Daten- Streaming im öffentlichen Sektor gelingen kann. Die Möglichkeit zur Anmeldung und alle weiteren In­formationen finden sich unter diesem Link.

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