Neuer kommissarischer LKA-Leiter

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Andreas Röhrig (l.) ist von Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU, r.) zum kommissarischen Präsidenten des Landeskriminalamtes (LKA) ernannt worden. (Foto: BS/HMdIS)

Hessens Landespolizeivizepräsident Andreas Röhrig übernimmt kommissarisch die Leitung des Landeskriminalamtes (LKA). Er führt die Behörde künftig und bis auf Weiteres zusammen mit LKA-Vizepräsident Felix Paschek.

Der 1960 geborene Röhrig trat 1977 in die hessische Polizei ein. Nach der Grundausbildung hat er in den 1980er- und 1990er-Jahren zahlreiche Funktionen als Kriminalbeamter im Polizeipräsidium in Offenbach durchlaufen. Nachdem er die Ausbildung zum höheren Dienst 1997 erfolgreich abgeschlossen hatte, war er vier Jahre lang Führungsbeamter im Lagezentrum der Landesregierung und im Anschluss Referent im Landespolizeipräsidium für besondere Angelegenheiten der Kriminalitätskontrolle. Ab 2005 war der heute 60-Jährige in unterschiedlichen leitendenden Funktionen als Kriminalbeamter im Polizeipräsidium Frankfurt eingesetzt. Dort war er zunächst Leiter einer Kriminalinspektion, dann Ständiger Vertreter des Leiters der Kriminaldirektion und Leiter der Führungsgruppe.

Von 2009 bis 2015 hatte Röhrig die Funktion des Leiters der Kriminaldirektion beim Polizeipräsidium Frankfurt am Main inne. Anschließend wechselte er ins Landespolizeipräsidium. Dort wurde er 2016 zum Vertreter des Inspekteurs der Polizei und 2018 zum Inspekteur der Polizei ernannt. Von September 2020 an hatte er das Amt des Landespolizeivizepräsidenten inne.

LKA-Chef soll politischer Beamter werden

Unterdessen will die Wiesbadener Landesregierung ein Dienstrechtsänderungsgesetz auf den Weg bringen. Demnach soll die Spitze des LKA in Zukunft auch mit einem politischen Beamten besetzt werden. Dies ist bislang – im Gegensatz zu allen Flächenpräsidien, dem Landespolizeipräsidenten sowie dem Landesamt für Verfassungsschutz – nicht der Fall. Politische Beamte können jederzeit ohne Angabe von Gründen in den einstweiligen Ruhestand versetzt werden. Auf der anderen Seite können sie ohne Stellenausschreibung ernannt werden.

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