Weltgrößter Fleischkonzern von Cyber-Angriff betroffen

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Multinationale Konzerne sind für Hacker-Angriffe besonders attraktiv, weil die Aussicht auf Lösegeldzahlungen gegeben ist. Vor wenigen Wochen zahlte der Betreiber einer Benzin-Pipeline in den USA Hackern ein Lösegeld von umgerechnet 3,6 Millionen Euro. (Foto: BS/teguhjati pras, pixabay.com)

Die US-Tochter des größten Fleischkonzerns der Welt JBS ist durch Hacker angegriffen worden. Betroffen sind weite Teile der Produktion in Nordamerika und Australien, welche durch die Attacke vorerst lahmgelegt wurden. Die US-Regierung wurde von JBS bereits am Sonntag über den Angriff in Kenntnis gesetzt, teilte eine Sprecherin des Weißen Hauses mit.

Das Unternehmen vermutet eine “wahrscheinlich in Russland ansässige” Organisation hinter der Attacke. Um die Folgen der Cyber-Attacke zu beheben, sind externe und interne IT-Experten des Unternehmens im Einsatz. Bisher ist nach unternehmensangaben allerdings nicht klar, wann die Probleme behoben werden können.

Die US-Regierung gab bekannt, dass die Hacker für einen Stopp des Angriffs Lösegeldforderungen stellen. Des Weiteren wandte sich das Weiße Haus an die russische Regierung, um mitzuteilen, “dass verantwortungsbewusste Staaten keine Ransomware-Kriminellen beherbergen.”

Der Chef des US-Konzern Andre Nogueira teilte mit, dass geplant sei, den Betrieb eines Großteils der Werke in den USA bis Mittwoch wieder zu starten. Bislang sind fünf der größten Fleischbetriebe in den USA stillgelegt. Mit 250.000 Beschäftigten in 190 Ländern ist die Holding J&F Investimentos der Mutterkonzern von JBS.

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