Europäische Seeübung EUROMARSEC gegen Piraterie

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(Foto: BS/État-major des armées)

Ende Mai ist die französische Fregatte “Commandant Bouran” (F797) nach der rein nationalen Operation “Corymbe” im senegalesischen Dakar ausgelaufen und hat Kurs genommen auf den Golf von Guinea, um an dem Seemanöver EUROMARSEC 21-3 (Foto) der Europäischen Union (EU) teilzunehmen. Das atlantische Seegebiet vor der Küste Westafrikas hat sich zu einem Hotspot der Piraterie entwickelt. 2019 fanden 90 Prozent aller weltweit registrierten Kaperungen auf See mit anschließender Lösegelderpressung in den Gewässern des Golfs von Guinea statt.

Seit vergangenem Jahr üben Schiffe von EU-Mitgliedsstaaten die Zusammenarbeit und Interoperabilität im unsicheren Seegebiet vor Westafrika. Diesmal beteiligen sich neben der “Commandant Bouran” die italienische Fregatte “Luigi Rizzo” (F595) und das spanische Patrouillenboot “Furor” (P46) an EUROMARSEC. Dabei stehen u.a. Schießübungen mit der Schiffsartillerie, die Durchführung von Versorgung auf Hoher See sowie der Einsatz von Hubschraubern und Drohnen auf dem Programm.

Frankreich selbst führt seit 1990 die Operation “Corymbe” in den Gewässern des Golfs von Guinea durch. Dabei operieren mehr oder weniger permanent ein oder zwei französische Kriegsschiffe in der Region, um Drogenschmuggel und Piraterie zu bekämpfen.

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