German Mission Network Block 1

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Mit dem German Mission Network wird Deutschland zur Anlehnungsnation für andere NATO-Streitkräfte. (Bild: BS/ESG)

Atos und die ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH haben gemeinsam das öffentliche Vergabeverfahren des BAAINBw zur Entwicklung des German Mission Networks Block 1 (GMN 1) für sich entschieden. Damit setzte sich das Konsortium, bestehend aus ESG und Atos, gegen die Mitbewerber durch und sichert sich das Projekt “GMN 1 Muster”.

Ziel des GMN1 ist die quantitative und qualitative Erweiterung der Harmonisierung der Führungsinformationssysteme. Damit soll die Interoperabilität bei nationalen und multinationalen Einsätzen verbessert werden.

Dies soll durch die weitere Zusammenführung von heute noch räumlich getrennten IT-Einsatzsystemen zu einem einheitlichen physischen, logischen und interoperablen System erreicht werden. Zudem wird das GMN vollständig kompatibel mit dem NATO Federated Mission Networking (FMN) sein und eine serviceorientierte sowie streitkräftegemeinsame Plattform bieten.

Ist das GMN vollständig umgesetzt, soll es als streitkräftegemeinsame Plattform zum Einsatz kommen. Diese ist auftragsbezogen, durchhaltefähig und gewährleistet den Austausch von Informationen über alle Ebenen hinweg. Das GMN wird dabei sowohl bei Einsätzen, in der Ausbildung, bei Übungen als auch bei der Integration von inter-nationalen Partnern genutzt werden. Der besondere Schutz der sensiblen Informationen wird dabei sichergestellt.

Das GMN 1 “Muster” wird als erste Stufe, in Form einer repräsentativen Lösung, die Grundlagen für eine später geplante Serienfertigung GMN 1 bilden. So erfreulich die Nachricht ist, dass das German Mission Network nun endlich kommt, wird diese doch durch die Tatsache getrübt, wie spät auch dieses Projekt in die Umsetzung gelangt. Deutschland hatte sich als Anlehnungsnation gemeldet, es sollte den Core der Mission Networks der NATO stellen. Schon vor Jahren. Für die Unternehmen ist der Auftrag natürlich ein Prestige- und für die Bundeswehr ein deutlicher Fähigkeitsgewinn. Nur nach wieder einmal sehr langer Vorlaufzeit. Bereits am 21. November 2012 hatte sich das NATO Military Committee das “Future Mission Network Concept” als Grundlage zur Entwicklung geeinigt.

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