Rückgang von Verwarnungen und Bußgeldbescheiden

0
313
Mit verstärkten Kontrollen und dem Ausbau von Straßen soll in Bayern mehr Unfällen vorgebeugt werden. (Foto: BS/hpgruesen, pixabay.com)

Die Anzahl von Verwarnungen und Bußgeldbescheiden im Verkehrsbereich ist in Bayern im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2019 um 13,3 Prozent gesunken. Dennoch seien viele Geschwindigkeits- und Abstandsverstöße zu verzeichnen. Dies geht aus der Jahresstatistik des Bayerischen Polizeiverwaltungsamts (PVA) hervor.

Wurden 2019 noch 2.708.113 Verwarnungen und Bußgeldbescheide verordnet, waren es 2020 nur noch 2.348.225. Die Entwicklung sei jedoch weniger Resultat eines Einstellungswandels als das Ergebnis des geringeren Verkehrsaufkommens durch die Eindämmungsmaßnahmen gegen die Corona-Pandemie, so Innenminister Joachim Herrmann (CSU). Die Missachtung von Geschwindigkeitsbegrenzungen und Sicherheitsabständen seien nach wie vor besonders gefährlich. So seien im vergangenen Jahr 1.006.556 Geschwindigkeitsverstöße und 74.382 Verstöße gegen den Sicherheitsabstand registriert worden.

Als Maßnahme gegen die Verstöße sei auch das Aussprechen von Fahrverboten unerlässlich. 71.767 waren im vergangenen Jahr verhängt worden. Grund sei in 53 Prozent der Fälle eine Verletzung von Geschwindigkeitsregelungen gewesen. 23 Prozent der Fahrverbote wurden aufgrund von Alkohol- und Drogendelikten verordnet, 15 Prozent wegen Abstandsunterschreitungen.

Den Regelverstößen will die Bayerische Polizei verstärkte Kontrollen entgegensetzen. Im Rahmen des Verkehrssicherheitsprogramms 2030 “Bayern mobil – sicher ans Ziel” soll auch durch den Ausbau von Straßen Unfallprävention betrieben werden.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here