Schlechte Noten für Wasserinfrastruktur

0
535
Die hiesige Wasserinfrastruktur ist veraltet und Investitionen an vielen Stellen mehr als überfällig, um ein funktionierendes Wasserverkehrsnetz garantieren zu können. (Foto: danielkirsch, pixabay.com)

Brücken und Straßenbrücken an Bundeswasserstraßen schneiden schlecht ab. Laut Antwort der Bundesregierung an eine kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, sind 17 Schiffsschleusenanlagen und sechs Wehranlage sanierungsbedürftig. Der im Investitionsrahmenplan 2019 – 2023 für die Verkehrsinfrastruktur des Bundes des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) dargestellte Investitionsbedarf beläuft sich daher insgesamt auf rund 4,8 Milliarden Euro.

“Der Infrastrukturzustand der Bundeswasserstraßen ist geprägt durch eine ungünstige Altersstruktur”, heißt es im Investitionsrahmenplan. Demnach sind rund zehn Prozent der Wehranlagen und 20 Prozent der Schleusen älter als 120 Jahre. Etwa die Hälfte der Wehranlagen und rund 60 Prozent der Schleusen sind älter als 70 Jahre. Die technische Nutzungsdauer sollte lediglich 80 Jahre betragen und ist folglich bei vielen Anlagen bereits erreicht oder sogar überschritten.

Ähnlich schlecht schneiden die Brücken ab, die im Zustandsbereich der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) liegen. Laut Bundesregierung befinden sich sieben Prozent der Brücken an den Wasserstraßen in einem „ungenügenden Bauwerkszustand“, 24 Prozent in einem „nicht ausreichenden Bauwerkszustand“.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here