Vanselow in den Ruhestand verabschiedet

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Jürgen Vanselow (rechts) ist vom Präsidenten der Bundespolizeidirektion München, Dr. Karl-Heinz Blümel (links), in den Ruhestand verabschiedet worden. (Foto: BS/Bundespolizei)

Nach 13 Jahren auf dem Posten ist der Leiter der Bundespolizeiinspektion München, Jürgen Vanselow, in die Pension verabschiedet worden. Corona-bedingt konnte das nur im kleinen Kreis erfolgen.

Der heutige Polizeidirektor war im September 1978 in den damaligen Bundesgrenzschutz (BGS) eingetreten. In Bredstedt, Nordfriesland, begann er seine Ausbildung. Später war er wiederholt bei der damals geplanten Wiederaufarbeitungsanlage Wackersdorf im bayerischen Landkreis Schwandorf in der Oberpfalz im Einsatz, wo die zentrale Wiederaufarbeitungsanlage für abgebrannte Brennstäbe aus Kernreaktoren in Deutschland entstehen sollte. In seiner Funktion als Sachbearbeiter Lagezentrum beim damaligen Grenzschutzkommando Süd nahm er häufiger an nachrichtendienstlichen Vernehmungen von Überläufern aus der DDR-Grenztruppe oder der tschechischen Grenzwache teil. Während der Wendezeit 1989/1990 absolvierte Vanselow den Aufstieg in den höheren Polizeivollzugsdienst.

Neben Tätigkeiten beim Aufbau des früheren Grenzschutzkommandos Ost führte er bei mehreren Castor-Einsätzen zwischen Lüneburg und Gorleben als Führer der damaligen BGS-Abteilung Rosenheim zahlreiche Einsätze. Zudem unterstützte Vanselow im Bundesinnenministerium (BMI) eine Arbeitsgruppe zur Umsetzung einer BGS-Reform. Zwischen 1999 und 2008 leitete der Polizeidirektor zudem neun grenzpolizeiliche Twinning-Projekte für Slowenien und Kroatien aus den PHARE- und CARDS-Programmen der EU. 2007 war Vanselow zudem Einsatzabschnittsleiter beim G8-Gipfel in Heiligendamm.

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