Bundesregierung erhöht Förderrahmen für IT-Sicherheit

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Ein besonderes Augenmerk legt das Förderprogramm auf die IT-Sicherheit beim vernetzten oder autonomen Fahren. (Foto: BS/falco, pixabay.com)

Der Forschungsrahmen für ein Förderprogramm der IT-Sicherheit, welches 2020 ausgelaufen ist, wird bis 2026 fortgeführt und finanziell erheblich aufgestockt. Mindestens 350 Millionen Euro sollen in die neue Förderung investiert werden. Ziel des Upgrades der ersten Vereinbarung ist die Gewährleistung “einer stabilen Demokratie und Gesellschaft”, so die Bundesregierung.

Das Bundeskabinett veröffentlichte die Förderung mit dem Titel “Digital. Sicher. Souverän.” Ziel soll es nun sein, “Deutschland in Innovation und Transfer zukunftssicher an die Weltspitze” zu bringen und “die technologische Souveränität Deutschlands und Europas” zu sichern. Wie im ersten Förderrahmen sollen Daten und Know-How genutzt und geschützt werden sowie “selbstbestimmte Privatheit und innovativen Datenschutz” ermöglicht werden.

Die Themen, die in der IT-Sicherheit besonders auf der Agenda der Bundesregierung stehen ist das autonome und vernetzte Fahren. Dafür müsse eine Vielzahl von Daten durch das Fahrzeug und die Infrastruktur aufgenommen und analysiert werden. Manipulationen an diesen Faktoren können “im schlimmsten Fall zu Unfällen, mindestens aber zu großflächigen Störungen der Verkehrssysteme führen”, schreibt die Bundesregierung. Des Weiteren soll die Abhörsicherheit verbessert werden. Durch die Nutzung von Quantenkommunikation, sollen “grundlegende physikalische Effekte die Vertraulichkeit von sensiblen Informationen wahren.”

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) bekräftigte die Notwendigkeit der IT-Sicherheit: “Ohne IT-Sicherheit können wir nicht sicher sein, dass unser Wasserhahn noch läuft, die U-Bahn fährt, eine Überweisung richtig ankommt.” Weiterhin unterstützt Karliczeks Ministerium die Entscheidung der Förderfortführung: “Da inzwischen alle gesellschaftlichen Bereiche digital durchdrungen sind, berücksichtigt das Programm sowohl technologische als auch gesellschaftliche Themen in der IT-Sicherheitsforschung.” Besonders in diesem Bereich, gäbe es aber noch einige Hürden. So soll “in Daten- und Plattformökonomien eine Balance zwischen persönlichem Nutzen, wirtschaftlicher Verwertung, Demokratie und Datenschutz” geschaffen werden.

Das Programm baut auf dem Vorläuferkonzept der IT-Sicherheitsforschung „Selbstbestimmt und sicher in der digitalen Welt 2015-2020“ auf und berücksichtigt die Digitalisierung in ihrer Gesamtheit und deren Auswirkung auf den gesellschaftlichen Wandel.

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