Nds: Pilotprojekt zur Telenotfallmedizin

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Neben Bayern und Berlin treibt auch Niedersachsen die Einführung eines Telenotarztsystems voran. (Foto: BS/planet_fox, pixabay.com)

Nach den Bundesländern Bayern und Berlin treibt auch Niedersachsen die Telenotfallmedizin voran. Nachdem schon Anfang dieses Jahres ein Pilotprojekt für Telenotfallmedizin bei der Feuerwehreinsatz- und Rettungsleitstelle des Landkreises Goslar gestartet ist, wird nun ab dem 1. Juli der Landkreis Northeim in das zunächst auf zwei Jahre ausgelegte Projekt miteinbezogen.

Von dem telenotfallmedizinischen Standort Goslar sollen zukünftig 20 Notfallmedizinerinnen und –medizinern Notfallsanitäterinnen und –sanitäter in extra dafür ausgestatteten Rettungswagen (RTW) unterstützen. Durch die Telemedizin sollen in Echtzeit alle relevanten Gesundheitsdaten von der Einsatzstelle an die Mediziner gesendet werden. Die Mediziner unterstützen dann das Rettungsdienstpersonal vor Ort bei der Diagnostik und Therapie. “Insgesamt werden wir ab dem 3. Quartal über 35 Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeuge an den telenotfallmedizinischen Arbeitsplatz des Landkreises Goslar angebunden haben. Damit können mehr als 269.000 Einwohner versorgt werden! Dies ist ein wichtiger Beitrag, um mit der telenotfallmedizinischen Unterstützung eine weitere Verbesserung der Leistungsfähigkeit im Rettungsdienst zu erreichen”, zeigt sich Stephan Manke (SPD), Staatssekretär im niedersächsischen Innenministerium, überzeugt. Ziel des Projekts ist es, in Zukunft weiterhin eine sichere und umfassende Patientenversorgung bei sich gleichzeitig verändernden gesellschaftlichen und technologischen Rahmenbedingungen zu gewährleisten. Das Projekt wird von den Ärztlichen Leitungen des Rettungsdienstes der Landkreise Goslar und Northeim in Zusammenarbeit mit der Leitung Telemedizin des Klinikums Oldenburg durchgeführt. Dazu stehen die Partner auch im Austausch mit dem Landesausschuss Rettungsdienst (LARD).

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