Anträge afghanischer Ortskräfte

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Die Rückverlegung aus Afghanistan ist bereits zu einem Viertel abgeschlossen. (Foto: BS/ Bundeswehr/Torsten Kraatz)

Deutschland wird nicht als Sieger nach Hause gehen und Afghanistan als aufgeklärtes, humanistisches und vor allem sicheres und demokratisches Land in die Zukunft entlassen. In den kommenden Monaten und wahrscheinlich sogar Jahren ist es für jene Afghanen, die den alliierten Truppen als Dolmetscher oder Mechaniker geholfen haben, dann ebenso gefährlich wie für afghanische Polizisten und Soldaten, die an den Schutz rechtsstaatlicher Werte glauben. Den zivilen Kräften war allerdings durchaus die Zusage gegeben worden, dass sie und ihre Familien im Notfall – wie etwa einem Abzug ohne vorherigen Sieg über die Taliban – mitgenommen würden und nicht im Land bleiben müssten.

Das ARD-Hauptstadtstudio berichtete am Freitag unter Berufung auf Regierungskreise, dass 380 Zusagen zur Aufnahme afghanischer Helfer bereits erteilt worden seien. Weitere Dutzend Fälle seien noch in der Bearbeitung. Insgesamt habe die Bundeswehr in den letzten zwei Jahren rund 520 Afghanen als zivile Helfer beschäftigt, fast alle hätten einen Antrag gestellt, um rechtzeitig Aufnahme in Deutschland zu finden. Im Falle einer Zusage müssen sich die Afghanen noch selbst um ein Visum sowie die Reise nach Deutschland kümmern.

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