Bericht zur materiellen Einsatzbereitschaft

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"Bei den alten Hubschraubern gelingt nur noch unter großen Anstrengungen ein operativer Flugbetrieb. Eine Neubeschaffung der Folgemuster ist zwingend erforderlich", betont General Zorn im aktuellen Bericht. (Foto: BS/Reinhard Wolski)

Eine positive Nachricht verkündete der ebenfalls letzte Woche veröffentlichte Bericht zur materiellen Einsatzbereitschaft der Bundeswehr: Diese sei innerhalb des halben Jahres seit dem letzten Bericht von 74 Prozent auf 76 Prozent gestiegen. “Unsere Benchmark von 70 % durchschnittlicher materieller Einsatzbereitschaft übertrafen 44 Hauptwaffensysteme, 11 lagen unter 50 % (davon 7 Altsysteme). Die durchschnittliche materielle Einsatzbereitschaft von Kampffahrzeugen liegt bei 71 %, für Kampfeinheiten der Marine bei 75 %, für die Kampf- und Transportflugzeuge bei 64 %, für alle Unterstützungsfahrzeuge (Logistik, Sanität und CIR) bei 80 % und bei den Hubschraubern erstmalig über 40 %”, schreibt der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Eberhard Zorn, in seinem Gesamtüberblick zu dem Bericht. Im Dezember 2020 hatten nur 41 Hauptwaffensysteme die Benchmark übertroffen, während 12 schlechter als 50 Prozent waren.

Der Generalinspekteur stellt in dem aktuellen Bericht fest: ” Allerdings ist ein Drittel der Systeme nach wie vor durch sprunghafte Verläufe, hohe Streuung und vor allem durch einen zu geringen verfügbaren Bestand gekennzeichnet. Das betrifft sowohl die ‘alten’ zukünftig auszusondernden Systeme (z. B. SEA KING, SEA LYNX) als auch die neuen Waffensysteme wie A400M, NH90 NTH SEA LION.”

Als Erkenntnis auch für zukünftige Beschaffungen schreibt General Zorn: “Unsere Erfahrungen bestätigen, dass erhebliche Fortschritte in der Verbesserung der materiellen Einsatzbereitschaft immer dann erzielt wurden, wenn wir uns näher an marktverfügbaren und bereits erprobten Serienprodukten orientieren und wenn wir bereits mit den Bereichen Ausrüstung und Streitkräfte im Sinne einer Systemfamilie noch intensiver zusammenarbeiten.”

Der Bericht kann hier abgerufen werden.

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