Cyber Crime-Desktop für Saarlands Polizei

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Der saarländische Innenminister Klaus Bouillon (CDU) hat den neuen Cyber Crime-Desktop vorgestellt. (Foto: BS/Innenministerium Saarland)

Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter der saarländischen Polizei können künftig einen Cyber Crime-Desktop nutzen. Er wurde an der Fachhochschule für Verwaltung gemeinsam mit dem Landespolizeipräsidium entwickelt und enthält Werkzeuge zur professionellen und gerichtsfesten Beweissicherung.

Dafür sind unterschiedliche Softwaretools, Rechercheportale sowie eine Zusammenstellung erprobter Weblinks verfügbar, um die Ermittlungen effektiv und abgesichert durchführen zu können. Das gilt auch für den Bereich des Darknets. Beim Cyber Crime-Desktop handelt es sich um eine Art “digitalen Werkzeugkasten”, der auf Basis von Windows 10 erstellt wurde.

Die virtuelle Softwareumgebung ist dabei keineswegs statisch, sondern passt sich immer wieder an die aktuellen Entwicklungen im Bereich Cyber Crime sowie an die Anforderungen der Ermittler an. Der Cyber Crime-Desktop kann ohne größere Schulungsmaßnahmen von den Sachbearbeitern genutzt werden, auch weil man sich darin schnell zurechtfindet. Zudem können ermittelte Beweise schnell und ohne Medienbrüche über eine eigens dafür entwickelte Datenschleuse oder -waschmaschine in das Ermittlungsverfahren übernommen werden, ohne dass die Ursprungsdateien verändert werden. Die Schleuse gewährleistet außerdem, dass keinerlei Schadcode in das Polizeinetz gelangt.

Bis 2024 mehr als 25 Millionen Euro Investitionen

Innenminister Klaus Bouillon (CDU) erklärte dazu: “Mit dem Cyber Crime-Desktop wurde ein effektives Mittel im Kampf gegen die Kriminalität im digitalen Raum geschaffen. Er verbindet fortschrittliche Technik mit Benutzerfreundlichkeit, da keine langen Schulungen vor der Verwendung notwendig sind.” Damit könne das Programm schnell und effizient eingesetzt werden. Gleichzeitig sorge es für den Schutz des eigenen Datennetzes. “Der Cyber Crime-Desktop markiert einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg der Digitalisierung der saarländischen Polizei”, zeigte sich der Ressortchef überzeugt. Bouillon kündigte darüber hinaus an, bis 2024 über 25 Millionen Euro in die technische Infrastruktur der saarländischen Polizei zu investieren.

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