Forschungsprojekt zum Rettungsdienst gefördert

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In Baden-Württemberg sollen einheitliche Kriterien für die Planung von Rettungsdienststrukturen erarbeitet werden. (Foto: BS/markus roider, pixabay.com)

Das Land Baden-Württemberg fördert ein Forschungsprojekt, das Kriterien für eine einheitliche Rettungsdienststruktur erarbeiten soll. Das Projekt wird vom Health Care Lab (HCL) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) durchgeführt. Dazu stellt das Land Mittel in Höhe von 220.000 Euro über den Zeitraum von zwei Jahren bereit.

Konkret sollen Planungskriterien zur landesweit einheitlichen Gestaltung von Rettungsdienststrukturen entwickelt werden, die die komplette Rettungskette berücksichtigen und dem Stand von Praxis sowie Wissenschaft entsprechen. Am HCL wird schon seit einigen Jahren im Bereich Digitale Rettungskette und speziell zu logistischen Leistungen von Rettungsdienstsystemen geforscht. Diese Forschung soll nun ausgebaut und auf das Bundesland zugeschnitten werden. Schlussendlich sollen diese Kriterien dann in jedem der 35 Rettungsdienstbereiche in Baden-Württemberg angewendet werden.

“Im Rettungsdienst geht es um die Gesundheit der Patientinnen und Patienten. Da kann man nicht einfach im laufenden Betrieb experimentieren. Deswegen freue ich mich, dass die Forscher am KIT die Basis für ein leistungsfähiges Simulationsmodell entwickeln – damit lassen sich die Auswirkungen etwa von Standortverlegungen oder Vorhalteerweiterungen präzise simulieren, bevor sie in der realen Welt umgesetzt werden”, erklärte Wilfried Klenk (CDU), Staatssekretär im Innenministerium Baden-Württemberg, dazu.

Bisher wurden in den Rettungsdienstbereichen eigene Gutachten erstellt, wie viele Rettungsmittel vorzuhalten sind. Diese Gutachten werden von den jeweiligen zuständigen Bereichsausschüssen zumeist bei Drittanbietern in Auftrag gegeben. Diese Planungen kommen aufgrund von knappen Ressourcen lokal häufig an ihre Grenzen. Zudem blieben neuere Entwicklungen wie Telenotärzte oder die Kompetenzerweiterung von Rettungsdienstpersonal unbeachtet.

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