Breitbandausbau nicht zufriedenstellend

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In einigen europäischen Städten in Europa wie zum Beispiel in Helsinki gibt es flächendeckendes freies Wi-Fi für alle. In Deutschland ist das – zumindest was die Großstädte betrifft – noch nicht der Fall. Bevor das hierzulande eingeführt werden kann, müssen die Breitbandverbindungen allerdings noch ausgebaut werden. (Foto: OpenClipart-Vectors, pixabay.com)

An Deutschland stecken als Industrienation hohe Anforderungen an den Ausbau digitaler Dienste und der Infrastruktur. Aktuell kann das Land diesen Ansprüchen allerdings nicht gerecht werden, teilt Matthias C. Kettemann, Forschungsprogrammleiter des Leibnitz-Instituts im Ausschuss “Digitale Agenda” im Bundestag mit.

Mehr als neun von zehn Bürger/innen nutzen in Deutschland aktuell das Internet. Obwohl das menschenrechtliche Schutzniveau im Wesentlichen zufriedenstellend sei, sind Ausgrenzungsstrukturen im Internet noch allgegenwärtig, sagte der Forschungsleiter. Besonders im Bereich digitaler Gewalt gibt es noch einen Mangel an Kenntnissen, was eine höhere Transparenz- und Rechenschaftspflicht von digitalen Interessenvertretern verlangt.

Auch im Breitbandausbau sieht Kettemann noch Nachholbedarf, schließlich besitze jedes fünfte neugegründete Unternehmen in Deutschland einen starken Digitalbezug. In der nächsten Legislaturperiode wird vor allem ein Thema stark diskutiert werden: der Rechtsanspruch auf einen flächendeckenden Zugang zu schnellem Internet. Ferner stellte Kettemann in der Nachrichtenkompetenz, Erkennen von Falschinformationen und bei der Gleichstellung von Frauen und Mädchen noch erhebliche Mängel im digitalen Deutschland heraus.

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