Digitaler Impfausweis bald von Apotheken ausgestellt

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Ist ein Schlüssel in irgendeiner Form verändert, passt er nicht mehr ins Schloss. Die "Public-Key-Infrastructure" funktioniert in der gleichen Weise – nur digital. (Foto: Master Tux, pixabay.com)

Ab dem 14. Juni können auch Apotheken den digitalen Nachweis einer vollständigen Covid-19-Impfung nachträglich ausstellen. Dies teilte die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) in Berlin mit.

Allerdings können bereits vor dem 14. Juni Interessenten die App “CovPass” in den Stores von Android und Apple herunterladen, erklärte das Bundesgesundheitsministerium (BMG). Vor kurzem einigten sich die EU-Länder und das EU-Parlament auf ein europaweites Zertifikat, mit denen Impfungen, Tests und Genesungen von Covid-19-Erkrankungen manifestiert werden können. Dabei soll das gelbe Impfheft nicht durch ein digitales ersetzt werden, die Bürger/innen aber die Möglichkeit erhalten, eine praktische Alternative auf dem Smartphone vorzuzeigen. In diesem Sinne ist geplant, dass bei zukünftigen Impfungen in Impfzentren oder Arztpraxen ein QR-Code generiert wird, mit dem das Impfzertifikat digital erstellt werden kann. Eine nachträgliche Ausstellung ist auch möglich, diese erfolgt unter anderem bei Ärzt/innen und Apotheker/innen.

Letztere trauen sich auch eine effektive Fälschungskontrolle zu: “Apotheker sind Arzneimittelexperten und Impfstoffe sind auch Arzneimittel” teilte der Apothekenverbandssprecher Christian Splett mit. Dementsprechend ist ihnen auch zuzutrauen, Impfausweise zu überprüfen, so Splett. Des Weiteren wies Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf die Sinnlosigkeit einer Fälschung hin: “Ich kann immer nur sagen, am Ende betrügt man sich selbst” sagte Spahn.

Allerdings teilte der Vorsitzende der Gewerkschaft der Bundespolizei (GdP) Andreas Roßkopf mit, dass Fälschungen im Allgemeinen schwer zu identifizieren sind: “Wir können nur das aufdecken, was für uns nachweisbar ist.” Die digitale Signatur, welche beim EU-Zertifikat generiert wird, ist jedoch ein gängiges Verfahren in der IT-Sicherheit und zum größten Teil fälschungssicher. Es handelt sich um eine “Public-Key-Infrastructure” (PKI) welche nach dem Schloss-Schlüssel-Prinzip funktioniert. Sollte ein QR-Code manipuliert werden, zeigt der Scanner eine Fehlermeldung an. Ähnlich wie bei der Manipulation eines Schlüssels, bleibt der Eintritt auch beim QR-Code dem Fälscher verwehrt.

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