Ausschreibungskonzept für neue Schnelllader veröffentlicht

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1.000 neue Schnellladestandorte sollen entstehen. (Foto: Markus Distelrath, pixabay.com)

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hat das Ausschreibungskonzept für 1.000 neue Schnellladestandorte veröffentlicht. Grundlage ist das neue Schnellladegesetz (SchnellLG), welches von Bundestag und Bundesrat beschlossen wurde. Wie das BMVI nun mitteilt, könne die Ausschreibung im Sommer 2021 starten.

Konkret handelt es sich 1.000 Standorte, an denen jeweils mehrere Ladepunkte des sogenannten HPC-Standards eingerichtet werden sollen. Dies bedeute, dass jeder Ladepunkt zu jeder Zeit mindestens 150 Kilowatt Leistung zur Verfügung stellen müsse, erklärt das BMVI. Die 1000 Standorte würden zur Ausschreibung in Losen gebündelt und dabei auch wirtschaftlich weniger attraktive, aber für eine Flächendeckung notwendige Standorte einbezogen. Bewertungskriterien seien Kosten, Konzept und Kundenfreundlichkeit.

Regionale und deutschlandweite Lose

Daneben erfolge die Ausschreibung in zwei Teilen, so das BMVI. Es gehe zum einen um sogenannte Autobahn-Lose, also 150-200 Standorte an Autobahnen, die in vier bis fünf Lose aufgeteilt würden. Dazu kämen regionale Lose. Hier bündele man rund 900 Suchräumen in mindestens 18 Lose. Zweitere seien für regional tätige Betreiber, darunter auch je Region ein kleines Los für mittelständische Unternehmen (KMU). Die deutschlandweiten Lose hingegen richteten sich an Unternehmen, die deutschland- und europaweit tätig seien. “Künftig soll es möglich sein, den nächsten Schnellladepunkt innerhalb von zehn Minuten zu erreichen – in der Stadt, auf der Landstraße und auf der Autobahn”, verspricht Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer. Diesem Ziel komme man durch die Ausschreibung einen entscheidenden Schritt näher.

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