Frankfurter SEK wird aufgelöst

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Das Spezialeinsatzkommando (SEK) Frankfurt am Main wird aufgelöst. (Foto: BS/Andreas Trojak, CC BY 2.0, www.flickr.com)

Das Spezialeinsatzkommando (SEK) Frankfurt am Main wird aufgelöst. Das hat Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) entschieden. Zugleich wurde Stefan Müller, Leiter des Polizeipräsidiums Westhessen und ehemaligen Leiter einer Direktion Spezialeinheiten, damit beauftragt, einen Expertenstab zur Neustrukturierung der Spezialeinheit zu leiten.

“Wir stoßen heute einen fundamentalen Neustart für das SEK an. Es wird beim Spezialeinsatzkommando ein grundlegender organisatorischer Umbau erfolgen”, so Beuth. Zudem müsse dort eine gänzlich neue Führungskultur auf den unteren und mittleren Vorgesetztenebenen geschaffen werden. Ermittlungen des Hessischen Landeskriminalamtes (LKA) haben strafbewehrte Aussagen in Chats zwischen Mitarbeitern des SEK Frankfurt zu Tage gefördert, denen strafrechtlich und disziplinarisch nachgegangen wird. Nach intensiven und zunächst verdeckt geführten Ermittlungen des LKA wurden nun strafrechtliche und disziplinarische Verfahren gegen mehrere Mitarbeiter und Dienstgruppenleiter der Einheit eröffnet.

Die Chats stammen überwiegend aus den Jahren 2016 und 2017. Einige möglicherweise auch strafbewehrte Text- oder Bildnachrichten in den Chats legen den Verdacht einer rechtsextremen Gesinnung einiger Mitglieder des SEK Frankfurt nahe. 18 Beamten der Einheit wurden inzwischen die gegen sie eröffneten Ermittlungen mitgeteilt. Gleichzeitig wurde gegen sie ein Verbot des Führens der Dienstgeschäfte ausgesprochen. Drei von ihnen, allein weil sie Teilnehmer der Chatgruppen waren und als Vorgesetzte die Kommunikation nicht unterbunden und geahndet haben.

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