IT-Systemhaus der Bundeswehr setzt auf Open-Source

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Der BwMessenger für die Bundeswehr basiert auf dem Open-Source-Protokoll "Matrix" und wurde von der BWI GmbH – dem Digitalisierungspartner der Bundeswehr entworfen. Perspektivisch wird die BWI auf Open-Source-Technologie in allen Bereichen zurückgreifen. (Foto: Free-Photos, pixabay.com)

Der Digitalisierungspartner der Bundeswehr – die BWI GmbH – wird in Zukunft verstärkt auf Open-Source-Software (OSS) setzen. Begründet wird dies damit, dass bei einer Abwägung zwischen Nutzen- und Risikoabwägung häufiger OSS präferiert wird, im Vergleich zur gängigen proprietären Software.

Im Fokus steht dabei vor allem der Anspruch an die digitale Souveränität. Damit ist gemeint, dass die öffentlichen Verwaltung zu jeder Zeit selbstbestimmt, sicher und uneingeschränkt durch die Wirtschaft oder staatsfremde Interessen arbeiten kann. Des Weiteren schließt digitale Souveränität mit ein, dass Konzeption, Entwicklung und das Betreiben von IT-Systemen ohne Einschränkungen möglich gemacht wird. Matthias Görtz, CTO der BWI sieht OSS dabei im Vorteil: “OSS ist für uns ein essentieller Baustein in Bezug auf Wahlfreiheit und Alternative zu anderen kommerziellen Softwarelösungen.”

Um diese Auswahl zu rechtfertigen, nennt der CTO mehrere Gründe. Zum einen sei OSS frei zugänglich und herstellerunabhängig und kann durch die Offenlegung der Quellcodes transparent bearbeitet werden. Daraus ergibt sich, dass Fehler im Code durch Reviews von Expert/innen aufgespürt und behoben werden können. Zum anderen ließe sich OSS in großen Umfang individualisieren, erklärte Görtz. Neue Funktionen, Anpassungen und Verbesserungen lassen sich so schnell implementieren und machen OSS zu einem Wegbereiter für Innovationen.

BWI greift nicht zum ersten Mal auf OSS zurück: Bereits mit dem BwMessenger wurde ein Instant-Messaging Service für die Bundeswehr etabliert, mit denen auf dienstlichen und privaten Endgeräten das sichere Verschicken von Textnachrichten ermöglicht wurde.