TH: Gewalt gegen Rettungskräfte gestiegen

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Gewalt gegen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Rettungsdiensten und der Feuerwehr ist im vergangenen Jahr in Thüringen wieder gestiegen. (Foto: BS/cocoparisienne, pixabay.com)

Das Thema “Gewalt gegen Rettungskräfte” steht regelmäßig auf der Tagesordnung von Politik und Öffentlichkeit. Für das vergangene Jahr konnte nun das Innenministerium in Erfurt eine unerfreuliche und eine erfreuliche Meldung veröffentlichen.

Die Zahl der Angriffe gegen Einsatzkräfte von Rettungsdienst und Feuerwehr ist stark angestiegen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist die Zahl der Gewalttaten um 57 Prozent auf 55 Fälle gestiegen. Davon entfallen 50 Angriffe auf Rettungsdienstkräfte und fünf Angriffe auf Feuerwehrkräfte. Dabei wurden 14 Rettungsdienstmitarbeiterinnen und -mitarbeiter sowie zwei Feuerwehrmänner verletzt.

Erfreulicherweise konnten im vergangenen Jahr alle Straftaten aufgeklärt und alle Täterinnen und Täter zur Verantwortung gezogen werden. “Wir werden nicht nachlassen und weiterhin diese Straftaten konsequent verfolgen. Ebenso wichtig ist aber auch, die Opfer im Rahmen einer entsprechenden Einsatznachsorge zu betreuen und zu unterstützen”, unterstrich der thüringische Innenminister Georg Maier (SPD).

Konkret machten im vergangenen Jahr Widerstand gegen Rettungskräfte und tätliche Angriffe fast die Hälfte der Taten aus. Es wurden 19 Fälle von Körperverletzung und in je elf Fällen Straftaten aufgrund von Freiheitsberaubung, Nötigung und Bedrohung festgestellt.

Um diesen Problemen zu begegnen, wurde im Landespräventionsrat eine Arbeitsgruppe eingerichtet. Diese soll Maßnahmen zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit entwickeln. Der Innenminister in Thüringen will zudem in die eigenen Maßnahmen und Kampagnen, wie der Aktion #RespektdenRettern, investieren.

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