Deutlich mehr Geldautomaten gesprengt

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Im vergangenen Jahr wurden hierzulande viel mehr Geldautomaten aufgesprengt als noch 2019. (Foto: BS/Tim Reckmann, CC BY 2.0, www.flickr.com)

Im vergangenen Jahr sind in Deutschland deutlich mehr Geldautomaten durch Kriminelle zerstört worden als noch 2019. Die Zahl stieg 2020 um 28,2 Prozent auf 704 Fälle. Das geht aus dem vom Bundeskriminalamt (BKA) veröffentlichten “Bundeslagebild Angriffe auf Geldautomaten” hervor.

2019 hatte es noch “nur” 549 physische Angriffe auf die Geräte gezählt. Besonders oft wurde im letzten Jahr auch versucht, Geldautomaten durch Sprengungen aufzubrechen. Mit 414 registrierten Fällen (2019: 349 Fälle) gab es hier 2020 einen Höchstwert seit Beginn der statistischen Erfassung im Jahr 2005.

Es wurden auch mehr Tatverdächtige ermittelt. Mit 168 waren es 27,3 Prozent mehr als noch 2019. Davon hatte mit einem Anteil von 66,1 Prozent die Mehrheit der Verdächtigen ihren Lebensmittelpunkt in den Niederlanden. Hier kam es aufgrund zunehmender Sicherungsmaßnahmen der holländischen Geldinstitute wohl zu einem Verdrängungseffekt in die Bundesrepublik hinein. Das zeigt sich auch an der regionalen Verteilung der Taten. In den grenznahen westlichen Bundesländern gab es deutlich mehr Sprengungen als im Osten der Republik. Die meisten Delikte wurden in Nordrhein-Westfalen (176 Fälle) gezählt. Es folgen Niedersachsen (45) und Baden-Württemberg (41). Die Täter setzen dabei immer öfter auf Explosivstoffe. Die Zahl der Taten, bei denen solche Substanzen zum Einsatz kamen, hat sich 2020 im Vergleich zum Vorjahr mehr als versechsfacht. Weniger Fälle gab es beim sogenannten Skimming.

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