Mehr Personal für alle Kreispolizeibehörden

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In Nordrhein-Westfalen wird die Polizei erneut personell verstärkt. (Foto: BS/Anne Garti, www.pixelio.de)

In Nordrhein-Westfalen erhalten zum 1. September voraussichtlich alle 47 Kreispolizeibehörden mehr Personal. Verglichen mit dem Vorjahr werden knapp 600 zusätzliche Stellen bereitgestellt. Neben 500 Regierungsbeschäftigten können drei Viertel aller Kreispolizeibehörden auch mit mehr Vollzugsbeamtinnen und -beamten (insgesamt 100) rechnen.

Das geht aus dem Entwurf zur Belastungsbezogenen Kräfteverteilung des Düsseldorfer Innenministeriums hervor. Diesem zufolge muss auch keine Kreispolizeibehörde mit einem Stellenrückgang rechnen. Mit 116 neuen sogenannten Sockelstellen erhält der Bereich Cyber-Kriminalität den mit Abstand größten Zuwachs. Für die Bekämpfung des sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen gibt es 34 Stellen mehr, für das Vorgehen gegen Clan-Kriminalität 31 zusätzliche. Die Online-Sachfahndung erhält 31 zusätzliche Stellen, für den Kampf gegen politisch motivierte Kriminalität rechts gibt es 22 Stellen mehr und für 3D-Tatortscanner 16 zusätzliche. Wesentliches Kriterium für die Personalzuteilung ist die Arbeitsbelastung vor Ort, die sich aus dem Kriminalitäts- und dem Verkehrsunfallgeschehen ergibt. Berücksichtigt werden aber auch besondere Schwerpunkte in der Polizeiarbeit.

Viele Mehreinstellungen in den letzten Jahren

Zurückzuführen ist der Personalzuwachs auf ein klares Plus bei den Einstellungen der Polizeibeamten und Regierungsbeschäftigten in jüngster Vergangenheit. Die Zahl der Kommissaranwärterinnen und -anwärter wurde in den letzten vier Jahren schrittweise von 2.000 pro Jahr auf derzeit 2.660 jährlich erhöht. Zudem wurden seit 2017 jedes Jahr zusätzlich 500 Regierungsbeschäftigte eingestellt. Sie entlasten die Vollzugsbeamten. Final wird die Stellenverteilung am 1. September feststehen. Dann haben die Anwärter ihre Abschlussprüfungen absolviert. Innenminister Herbert Reul (CDU) erklärte dazu: “Wir haben unmittelbar nach meinem Amtsantritt damit begonnen, mehr Polizistinnen und Polizisten auszubilden. Dadurch gewinnt die Polizei endlich mehr Beamtinnen und Beamte – und zwar mehr als in den Ruhestand gehen.” Die Trendwende sei geschafft, so der Ressortchef.

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