Strategie gegen den Klimawandel gesucht

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In einer vom Umweltbundesamt (UBA) herausgegebenen Analyse werden Anpassungsmöglichkeit an den Klimawandel gesucht. (Foto: BS/Jody Davis, pixabay.com)

Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen der Gesellschaft im 21. Jahrhundert – im besonderem Maße auch für die nicht-polizeiliche Gefahrenabwehr. Die Klimawirkungs- und Risikoanalyse (KWRA), welche vom Umweltbundesamt (UBA) herausgegeben wurde, widmet sich den Fragen, wie in Zukunft mit den Problemen wie Extremwetterereignissen umzugehen ist und wie sich die Klimarisiken minimieren lassen.

Die Analyse entstand in Zusammenarbeit von verschiedenen Expertinnen und Experten aus 25 Bundesbehörden und -institutionen aus neun Ressorts. Unter anderem waren das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), das Technische Hilfswerk (THW), der Deutsche Wetterdienst (DWD) und das Robert Koch-Institut (RKI) an der Erstellung beteiligt. Ziel der KWRA ist, eine “Grundlage für die Weiterentwicklung der Deutschen Strategie zur Anpassung an den Klimawandel” zu legen.

Konkret heißt es für den Bevölkerungsschutz in der Analyse: “Ein zentraler Beitrag des Bevölkerungsschutzes zur Anpassung ist, basierend auf Einsatzerfahrungen und dem Wissen zu Einsatzabläufen, die Zusammenarbeit mit anderen Akteursgruppen zur Entwicklung und/oder Planung von Anpassungsmaßnahmen.” Behörden und Organisationen im Bevölkerungsschutz seien besonders bei Schadensfällen, die durch extreme Wetterereignisse wie Hitzewellen, Dürreperioden, Starkniederschläge, Flusshochwasser oder Stürme ausgelöst wurden, gefragt. Der Austausch zwischen Feuerwehren und Rettungsdiensten einerseits und kommunalen Behörden und Infrastrukturbetreibern andererseits stelle eine wichtige Anpassungsunterstützung dar. So könnten von den Bevölkerungsschutzorganisationen erstellte Leitfäden oder Verhaltensempfehlungen bei den Anpassungsmaßnahmen helfen. In Zukunft soll die Anpassung an den Klimawandel über die kommunalen Einsatzerfahrungen hinaus auf einer verbesserten bundesweiten Datengrundlage basieren. Dazu würde jedoch eine höhere Kompatibilität der bundesweit verwendeten Erfassungssysteme und der erhobenen Einsatzinformationen benötigt.

Der Bevölkerungsschutz ist neben seiner Funktion als Akteur auch selbst Handlungsfeld. Die Analyse warnt, dass “die Organisationen des Bevölkerungsschutzes zunehmend auch selbst von den Folgen des Klimawandels betroffen” sein können. So könnten Schadensereignisse nicht nur die Kapazitäten überfordern, sondern selbige auch in Mitleidenschaft ziehen. Dies reiche von beschädigten Liegenschaften, blockierten Zufahrtswegen, Ausfällen von Kommunikationsnetzen bis hin zu nicht unerheblichen Personalausfällen.

Die Analyse findet sich hier.

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