Bundespolizeiübung zu maritimen Gefahrenlagen

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Die GSG 9 übte auf See auf einer Fähre. Dabei seilten sich die Kräfte auch aus Hubschraubern ab. Neben den Kräften der Bundespolizei waren auch ausländische Spezialeinheiten des Atlas-Verbundes beteiligt. (Foto: BS/Bundespolizei)

Die Bundespolizei hat eine Übung zu maritimen Gefahrenlagen absolviert. Unterstützt wurde sie dabei wie in der Vergangenheit schon vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH). Außerdem waren europäische Spezialeinheiten des ATLAS-Verbundes beteiligt.

Involviert waren Kräfte aus Finnland, Dänemark, den Niederlanden, Belgien und Schweden. Der ATLAS-Verbund ist ein Zusammenschluss von derzeit 38 polizeilichen Spezialeinheiten der EU-Mitgliedsstaaten und assoziierten Staaten zur Verbesserung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit insbesondere auf dem Gebiet der Terrorismusbekämpfung. Gemeinsam mit der GSG 9 der Bundespolizei, dem Flugdienst der Bundespolizei und der Bundespolizei See übten sie an mehreren Tagen auf der Ostsee nordöstlich von Rügen. Die Verantwortung für die Übungsdurchführung lag bei der GSG 9 der Bundespolizei.

Das Übungsszenario sah vor, die Bewältigung einer maritimen Gefahrenlage bei einem terroristischen Angriff an Bord einer in See befindlichen Fähre gemeinsam mit den europäischen Partnern zu trainieren. Durch ihre Größe, ihren Aktionsradius, das Hubschrauberlandedeck, die Möglichkeit der Aufnahme besonderer Einsatzmittel der GSG 9 der Bundespolizei sowie das Führen der Gesamtlage von Bord aus, schaffen die neuen Schiffe der Potsdam-Klasse der Bundespolizei die Voraussetzung, autark ohne landseitige Unterstützung zu operieren. So konnten die Einsatzkräfte der GSG 9 parallel mit Mehrzweckbooten und Polizeihubschraubern von den Einsatzschiffen aus starten. Auch die internationalen Kräfte waren mit ihren Einsatzmitteln, Schiffen aus Finnland und Schweden sowie einem finnischen Polizeihubschrauber eng eingebunden.

Der Präsident der Bundespolizeidirektion 11, Olaf Lindner, erklärte: “Die diesjährige ATLAS-Übung war für den Ausbau der maritimen Kompetenz polizeilicher Spezialkräfte von erheblicher Bedeutung. Gemeinsam mit unseren internationalen Partnern trainierten wir professionell und zielgerichtet die Bekämpfung von Terrorangriffen auf See. Die Übung war ein voller Erfolg.” Und der Präsident der Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt, Horst Kriesamer, betonte: “Der Übungsverlauf hat aufgezeigt, dass unsere gemeinsamen Anstrengungen der letzten Monate zur Bewältigung komplexer polizeilicher Lagen auf See Früchte getragen haben. Der eingeschlagene Kurs stimmt. Wir werden ihn fortsetzen.”

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