Strategische Neuorganisation des Landeskriminalamtes Niedersachsen

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Im Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen findet eine große strukturelle Neuorganisation statt. (Foto: hofschlaeger, www.pixelio.de)

Wesentliche Bereiche des Landeskriminalamts (LKA) Niedersachsen werden neu organisiert. So wird unter anderem eine neue Abteilung “Digitales Service- und Kompetenzzentrum” eingerichtet. Dadurch soll eine Serviceeinheit geschaffen werden, die operative und grundsätzlich IT-geprägte Dienstleistungen für Einsatz- und Ermittlungsabteilungen des Hauses sowie für die Polizeidienststellen des Landes bereitstellt.

Zudem wird die digitale Fach- und Ermittlungsexpertise im Kampf gegen Cyber-Kriminalität gebündelt. Mithilfe der Einrichtung einer “QuickReactionForce” soll die Reaktionsfähigkeit bei Angriffen auf Kritische Cyber-Infrastrukturen sowie auf Unternehmen und Behörden erhöht werden. Darüber hinaus wird die Ansprechstelle Kinderpornografie durch die Integration einer festen Ermittlungsgruppe für die dauerhafte Durchführung von Strukturermittlungen im Darknet weiter ergänzt und ausgebaut. Der Polizeiliche Staatsschutz wird durch die Bündelung und den Ausbau von Kompetenzen zur Bewertung und Einstufung von Gefährdern, relevanten Personen und Gefährdungslagen sowie durch die Bildung einer phänomenübergreifenden Zentralstelle in einem Dezernat ausgebaut.

Ausweitung auf alle Phänomenbereiche

Die Präventionsstelle Politisch Motivierte Kriminalität (PPMK) im LKA ist die Zentral- und Koordinierungsstelle für die polizeiliche Extremismus- und Radikalisierungsprävention in Niedersachsen. Der Arbeitsbereich wird auf alle Phänomenbereiche ausgeweitet, um jeglicher Art von Extremismus entgegenzutreten. Mit einer klaren Fokussierung in flexiblen Teamstrukturen werden die Ermittlungen in den Bereichen Schwere und Organisierte Kriminalität (OK), Wirtschaftskriminalität, Korruption und Interne Ermittlungen gebündelt und gestärkt. Neben der erforderlichen Spezialisierung werden die Kernkompetenzen in der Verfolgung von herausragenden Delikten und in der Führung von Umfangsverfahren zusammengeführt und weiterentwickelt.

Des Weiteren sollen durch die Zusammenführung der Kriminologischen Forschungsstelle mit den Bereichen Prävention und Jugend in einer Organisationseinheit Forschungsergebnisse unmittelbar in Präventionskonzepte einfließen und deren Erkenntnisse für die Praxis nutzbar gemacht werden.

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