Sicheres Trading: Was muss man beim Aktienhandel im Internet beachten?

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(Grafik: Maxim Hopman, www.unsplash.com)

Trading beschäftigt momentan sehr viele Menschen, weshalb rund um das Handeln mit Aktien und Kryptowährungen ein echter Hype entstanden ist. Dabei sind es vor allem Kleinanleger, die versuchen mit Trading ein wenig Geld zu verdienen oder sich etwas für das Alter zurückzulegen. Doch die neuen Anleger an den Börsen haben wenig Erfahrung und die Gefahr ist deshalb hoch, dass sie Fehler begehen.

Zusätzlich zum Boom an den Börsen hat das mobile Trading ebenso seinen Teil dazu beigetragen, dass momentan so viel getradet wird. Die Internetgeschwindigkeiten werden immer schneller und die Apps für das mobile Trading verbessern sich auch ständig. Deshalb traden viele Menschen nur noch online. Deswegen lohnt sich ein Vergleich der verschiedenen Trading-Apps, denn nur so können Sie herausfinden, welches wirklich die beste Trading App ist.

Das Problem am Trading im Internet besteht in der Sicherheit, denn noch gibt es einige Sicherheitslücken und auch Sie selbst können dabei Fehler begehen, die später eventuell einen finanziellen Schaden hinterlassen können. Aus diesem Grund ist die Sicherheit beim Trading im Internet enorm wichtig und Sie sollten dazu einige wichtige Punkte beachten. In diesem Artikel erfahren Sie, was es beim Trading im Internet zu beachten gibt, um immer auf der sicheren Seite zu sein.

Mobiles Trading wird immer beliebter

Heutzutage kann fast alles über das Smartphone abgewickelt werden. Die Menschen nutzen ihr Smartphone zum Zocken, zum Onlineshopping, zum Ausmachen von Terminen und auch zum Trading. Der Grund dafür liegt in der sich immer weiter entwickelnden Technologie, die dahinter steckt.

Die Internetgeschwindigkeiten werden immer schneller und die Netze werden immer weiter ausgebaut, sodass fast an jedem Ort eine gute Verbindung zustande kommt. Doch darin liegt auch eine Gefahr, denn so sind zum Beispiel offene WLAN-Netze ein großes Sicherheitsproblem. Aber auch die Kriminalität im Internet im Allgemeinen ist eine Gefährdung für die Trader, denn sie nimmt in den letzten Jahren ständig zu. Das ist Grund genug, um selbst etwas für die eigene Sicherheit im Netz zu unternehmen.

Wie sicher sind die Trading-Webseiten?

Wenn Sie über eine Webseite oder eine mobile App traden möchten, dann müssen Sie sich darüber bewusst sein, dass die versendeten und empfangenen Daten sehr sensibel sind und in den falschen Händen sehr viel Unfug damit getrieben werden kann.

Die Anbieter sind sich dessen auch bewusst und versuchen das bestmögliche, um Ihre Daten so sicher wie möglich zu verwahren. Doch auch unter den Anbietern von Trading Webseiten und Apps gibt es hin und wieder unseriöse Anbieter, die versuchen die Kunden über den Tisch zu ziehen. Deshalb lohnt es sich bei der Wahl der richtigen Trading-App oder der Trading-Webseite aufmerksam zu sein und zuvor Vergleiche anzustellen.

Nutzen Sie eine derartige App wirklich nur, wenn Sie einen guten eindruck des Anbieters haben und sich relativ sicher sind, dass es sich nicht um eine Abzocke handelt. Der Anbieter sollte in jedem Fall über eine gültige Handelslizenz verfügen und dies auf Nachfrage auch bestätigen. Zudem lohnt sich ein Vergleich auf den vorhandenen Plattformen. Dort finden Sie auch Kommentare und Bewertungen der verschiedenen Anbieter, sodass Sie von Anfang an bereits die unseriösen dieser Anbieter ausschließen können.

Eine weitere entscheidende Kategorie ist die Herkunft des Anbieters, die auf jeden Fall in Europa liegen sollte, wenn Sie ganz auf Nummer sicher gehen wollen. Andere Anbieter von außerhalb der EU sind auf gar keinen Fall zu empfehlen, denn diese unterstehen bei etwaigen Problemen nicht dem Recht der EU und ein Verfahren könnte dann sehr teuer werden.

Jeder kann etwas für die Sicherheit tun

Idealerweise verlassen Sie sich nicht nur auf den Anbieter Ihrer Trading Webseite oder -App, sondern sorgen auch noch zusätzlich für Sicherheit. Dies kann jeder leisten und es kostet Sie auch nicht viel diese zusätzlichen Maßnahmen zu ergreifen. Wie bereits erwähnt, sollten Sie beim Trading nicht mit einem öffentlichen WLAN-Netzwerk verbunden sein, wie es sie in vielen Cafés, an Flughäfen und Bahnhöfen und auch immer häufiger in öffentlichen Räumen gibt.

Der Grund ist der, dass in öffentlichen Netzwerken sehr oft Hacker unterwegs sind, denen es ein leichtes ist, sich über das öffentliche WLAN in Ihr Handy oder Ihren Laptop einzuschleichen. Dort können die Hacker dann tun und lassen, was sie wollen und so Ihre sensiblen Daten, die das Trading betreffen, abgreifen. Hier gilt die Regel, dass das heimische WLAN das sicherste ist, das Sie nutzen können, denn dort kontrollieren Sie selbst, wer Zugriff darauf hat und wer nicht.

Zusätzlich zum heimischen WLAN kann auch noch ein sogenannter VPN-Client verwendet werden, der vorgibt, dass sich Ihre IP-Adresse an einem anderen Ort auf der Welt befindet. Dies ist auch in öffentlichen Netzwerken eine gute Möglichkeit, um sich zu schützen, jedoch sollten Sie das wirklich nur tun, wenn es keine andere Möglichkeit gibt.

Des Weiteren sind die persönlichen Passwörter oft ein großer Risikofaktor beim Trading im Internet. Die Funktion auf ihren mobilen Endgeräten, die es ermöglicht, Passwörter und Nutzerdaten zu speichern, sollten Sie auf gar keinen Fall verwenden, denn dann sind Ihre Passwörter irgendwo im Internet gespeichert. Hacker können dann darauf zugreifen und Ihre Logins sind somit nicht mehr sicher.

Schreiben Sie sich Ihre Passwörter lieber auf und verwahren Sie den Zettel in einem Safe. Diese Methode ist immer noch besser und sicherer als einen sogenannten Passwort-Manager zu nutzen. Außerdem sollten Sie Ihre Passwörter auch so gestalten, dass sie von anderen nicht nachvollzogen werden können. Nehmen Sie beispielsweise nicht den Namen Ihres Partners oder der Ihres Haustieres als Passwort, sondern nutzen Sie Zeichen, Sonderzeichen und verschiedene Ziffern, um Ihr Passwort sicher zu machen.

Schlägt sich die Sicherheit beim Trading im Internet in den Kosten wider?

Sicheres Trading im Internet ist nicht unbedingt mit Kosten verbunden, denn, wenn Sie die bereits beschriebenen Anweisungen zu mehr Sicherheit befolgen, dann müssen Sie nichts zusätzlich für die Sicherheit ausgeben. Es sind eher die Trading-Apps und Internetseiten, die Kosten verursachen könne.

Der Grund ist der, dass bei einer Anmeldung bei einem Online-Broker monatliche Kosten entstehen können. Wenn eine App oder eine Internetseite Kosten aufruft, dann heißt dies jedoch, dass der Anbieter auch Geld für die Sicherheit der Accounts ausgibt.

Zusätzlich zur monatlichen Gebühr können auch noch Kosten pro Kauf oder Verkauf entstehen. Diese Tradingkosten hängen unmittelbar mit der Menge an gekauften oder verkauften Aktien zusammen. Je mehr Sie kaufen, desto mehr Gebühren bezahlen Sie bei den meisten Anbietern auch.

Der Autor des Beitrags ist Timm Schaffner von ImpulsQ.

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